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17.06.2019 - 01:53

 
 

Schutz gegen Pneumokokken

(RB/ BKK-VBU 11.2018) Da mit zunehmendem Alter die Abwehrkräfte nachlassen, ist für ältere Menschen Impfschutz ein bedeutsames Thema. Ab dem 60. Lebensjahr wächst die Gefahr, an einer durch Pneumokokken verursachten Lungenentzündung zu erkranken. Die Impfung verringert das Risiko einer Ansteckung und lebensbedrohlicher Komplikationen. Denn nicht selten nimmt eine solche Infektion einen schweren Verlauf - jeder zehnte Betroffene stirbt an den Folgen. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet.
Die Kosten der Impfung werden meist von den Krankenkassen übernommen. Der Impfstoff PPSV23, der aus Zuckern der Bakterienhülle hergestellt wird, schützt vor 23 der häufigsten Pneumokokken-Typen. Die Immunität hält allerdings nicht lebenslang an. Eine Zweitimpfung wird jedoch nur für Patienten mit Immundefekten empfohlen, weil die Schutzwirkung von Mal zu Mal abnimmt. Außerdem werden die Impfreaktionen, wie Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen,  mit jeder erneuten Impfung heftiger.
Pneumokokken sind Bakterien aus der Familie der Streptokokken.  Sie können verschiedene Erkrankungen auslösen, beispielsweise Nasennebenhöhlen-, Mittelohr- oder Hirnhautentzündungen sowie Blutvergiftungen. 20 bis 50 Prozent aller durch Bakterien verursachten Lungenentzündungen werden, laut Experten, durch sie verursacht. Sie siedeln sich im Nasen-Rachen-Raum an und werden beim Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen. Aber auch Gesunde geben den Erreger weiter. Jeder kann, ohne selbst zu erkranken, ein „Wirt“ sein und unbewusst zu einer Ansteckungsgefahr für andere werden. Warum manche Menschen an Pneumokokken erkranken und andere nicht, ist nicht genau bekannt. Fest steht, dass die allgemeine Abwehrlage eine entscheidende Rolle spielt. Wer gerade eine Viruserkrankung durchgemacht hat – eine Grippe oder selbst eine harmlose Erkältung – ist anfällig. Auch chronische Erkrankungen des Herzens oder der Lunge, ein behandlungsbedürftiger Diabetes sowie bestimmte neurologische Krankheiten erhöhen das Risiko, sich mit Pneumokokken zu infizieren. Grundsätzlich lassen sich bakterielle Infekte zwar mit Antibiotika behandeln. Allerdings entwickeln immer mehr Erreger Resistenzen, so dass der vorbeugende Impfschutz zunehmend wichtig wird.
Eine Impfung ist somit praktisch die einzige Art, einer Pneumokokken-Infektion wirksam vorzubeugen.