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23.05.2018 - 18:42

 
 

FRAGMENTE

FRAGMENTE

In ihrer Ausstellung FRAGMENTE zeigt die Rahlstedter Künstlerin Beate Kratt eine Auswahl ihrer Werke der letzten Jahre. Die komplexen Bildlandschaften und kleinformatigen Zyklen zeigen ihren künstlerischen Weg, der von der analogen zur digitalen Fotografie bis hin zu experimentellen Drucken und mehrschichtigen Collagen aus Bienenwachs (Enkaustik) und Pigmenten führt.

Beate Kratt ist eine Reisende und Sammlerin. Ihre Arbeiten, die von Aufbruch und Ankunft, Veränderung, Zeit und Bewegung berichten, sind nicht nur durch ihre zahlreichen Reisen geprägt, sondern vor allem durch ihr Leben und Arbeiten in Australien. Fundstücke wie Sand, Holz und rostige Metalle sowie die fotografisch eingefangenen Augenblicke von Spuren, Rissen, Brüchen und Schichten begleiten sie in ihr Hamburger und australisches Studio. Die daraus folgende Auseinandersetzung mit dem Material betrachtet Beate Kratt als beständigen Versuch, den Grund für ihre Beachtung, dem Verharren und Fotografieren, dem Aufnehmen und Mitnehmen nachzuspüren und diesem eine Bedeutung zu verleihen.

Sie selbst beschreibt ihre Arbeitsweise so: „Beim Sammeln von Sand und anderen Objekten und beim Fotografieren mit meiner Kamera versuche ich in einen intensiven Kontakt mit den Landschaften und Orten zu treten, die ich durchstreife. Ich spüre den Sand, die Risse im Fels und nutze meine Kamera wie eine Lupe und einen Skizzenblock. Das so Gefundene und Festgehaltene begleitet mich und verbindet sich mit inneren Schichten meiner Empfindungen, Gedanken und Erinnerungen. Ein Prozess, der sich manchmal über Jahre entwickelt, bis sich alles zusammenfügt und etwas Neues daraus entsteht.“

Beate Kratt hat an der Kunsthochschule Lerchenfeld in Hamburg Fotografie und Malerei studiert, zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland gestaltet und 2014 ihr Atelier ART&WEISE in Hamburg eröffnet. Arbeiten von ihr hängen in Deutschland, Australien, Neuseeland, Frankreich, Kanada und USA.

Die Ausstellung FRAGMENTE ist bis zum 19. Mai 2018 im Raum des KulturWerks, Boizenburger Weg 7 in Hamburg Rahlstedt zu sehen. Die Finissage ist am 19. Mai 2018 von 11 - 13 Uhr. Die Künstlerin ist an den Öffnungszeiten vor Ort. Die Ausstellung ist geöffnet von Montag bis Freitag jeweils von 11 - 15 Uhr und am Samstag von 10 - 12 Uhr, sowie nach Vereinbarung unter www.beatekratt.de. Hier finden sie wie auch unter www.artundweise.net weitere Informationen über die Künstlerin. Foto(Beate Kratt)

Große Katastrophen in Hamburg. Menschliches Versagen in der Geschichte – wehrhafte Stadtentwicklung für die Zukunft

Die Ausstellung

Fünf neuzeitliche Mega-Schrecknisse haben sich ins „Stadtgedächtnis“ eingeprägt: Die Vertreibung von 30.000 Unterverproviantierten, als die französische Stadt „Hambourg“ russisch belagert wurde (1813/14); der Große Brand (1842); die Cholera von 1892; die „Gomorrha“-Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg (1943); die 1962er Sturmflut.

Besatzung und Belagerung, Feuersbrünste, Epidemien, Bombardements, Überschwemmungen – allein aufgrund höherer Gewalt vom Himmel gefallen ist das alles nicht. Ein „Faktor Mensch“, vor allem an der Spitze des Stadtstaats, hat teils dazu beigetragen, dass jene Desaster entstehen konnten, teils, dass sie in ihrem Ablauf nicht stärker abgemildert wurden. Trugen – spiegelbildlich – meist minderbemittelte Teile der Bewohnerschaft das Hauptleid? – Häufig hatte man sie nicht ausreichend informiert und angeleitet.

Die Ausstellung und der reich illustrierte Begleitband analysieren im Rückblick zunächst Indizien für menschliches Versagen im Einzelfall oder gar komplettes Staatsversagen; dann folgen Bezüge zu Gegenwart und Zukunft: Hinsichtlich welcher Horror-Szenarien ist Hamburg im 21. Jahrhundert verwundbar? Auf einen heldenhaften Retter wie Helmut Schmidt – später oft mythisch verklärt – darf nicht gehofft werden. Wie wird die städtische Resilienz (Krisenfestigkeit, Wehrhaftigkeit) gesteigert? Roter Faden ist die traditionelle Idee der „Festung“: Deren Gestalt ist stetem Wandel unterworfen.
Kurator der Ausstellung ist PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Hamburg.

Laufzeit der Ausstellung bis 31. Juli 2018

Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 Uhr

30. Juni 2018 „open campus“ 10-18 Uhr

An Feiertagen geschlossen   -   Eintritt frei

Begleitprogramm

Mittwoch, 18.04.2018, 18 Uhr
Vortrag von Polizeivizepräsident Wolfgang Brand, Polizei Hamburg: „Bewältigung von Katastrophen – aus Sicht der Polizei Hamburg“

Mittwoch, 25.04.2018, 18 Uhr
Vortrag von Dr. Martin Dirksen-Fischer, Leiter des Hafen- und Flughafenärztlichen Dienstes Hamburg: „Statt Cholera SARS und MERS? – Bemerkungen zum heutigen Epidemien-Risiko in Hamburg“

Donnerstag, 03.05.2018, 18 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Peer Rechenbach, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, HAW: „Neue Katastrophen-Szenarien: Kritische Infrastrukturen und Industriedesaster“

Dienstag, 08.05.2018, 18 Uhr
Vortrag von PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Hamburg: „‚Unnütze Esser‘ – Die Vertreibung von 32.000 Menschen ohne Notfallvorrat 1813/14 unter Napoleon“

Dienstag, 15.05.2018, 18 Uhr
Vortrag von Oberbranddirektor Klaus Maurer, Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg: „Vorbereitungen zur Bewältigung von Großschadensereignissen aus Sicht der Feuerwehr“

Mittwoch, 23.05.2018, 18 Uhr
Vortrag von Hptm Karl Neus, Bundeswehr-Landeskommando Hamburg: „Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr – Die Organisation der Bundeswehr als Partner im Katastrophenschutz“

Montag, 04.06.2018, 18 Uhr
Vortrag von Thomas Wiegold, Journalist, Blogger („Augen geradeaus“), Berlin: „Wenn der Krieg nach Hamburg kommt…“

Mittwoch, 13.06.2018, 18 Uhr,
Vortrag von Dr. Peter Jakubowski, Bundesinstitut f. Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn: „Urbane Resilienz – Impulse für die Stadtentwicklung“

Sonnabend, 30.06.2018, 10-18 Uhr
„open campus“ [Ausstellung, kommentierte Ausstellungsführungen, Bücherflohmarkt];
13 Uhr: Vortrag von PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Hamburg: „Katastrophen in Hamburg – Was unterscheidet Vergangenheit und Gegenwart?“

Dienstag, 17.07.2018, 18 Uhr
Vortrag von PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Hamburg: „‚Das Grundgesetz nicht angeschaut‘, auf ‚gackernde Hühner‘ gestoßen? – Bemerkungen zur Rolle Helmut Schmidts in der 1962er Sturmflut“