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30.09.2026 - 01:16
(RB08.26) Ein Jahr lang den „American Way of Life“ kennenlernen – davon träumen viele Jugendliche. Eine besondere Möglichkeit dazu ist das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages. Denn im Rahmen des PPP vergibt der Bundestag pro Wahlkreis ein Vollstipendium für ein Austauschjahr 2027/28 in den USA. Interessierte Jugendliche können sich noch bis zum 11. September 2026 bewerben. Bundestagsabgeordnete wählen die Stipendiaten aus und übernehmen während des Austauschjahres auch die Patenschaft für die jeweilige Schülerin oder den Schüler. In den USA leben die Jugendlichen ein Jahr lang in einer Gastfamilie, besuchen die Schule vor Ort und lernen so den amerikanischen Alltag kennen. Weitere Informationen zum Parlamentarischen Patenschafts-Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.bundestag.de/ppp. Den Erfahrungsbericht eines Schülers haben wir hier online veröffentlicht: www.rundblick-rahlstedt.de/Themen/Schule Von Hamburg nach Alabama
Wie ein "Biscuit" am Morgen und eine besondere Begegnung mein Auslandsjahr prägten
Ein Auslandsjahr in den USA ist nicht immer wie im Hollywood-Film. Es bedeutet harte Arbeit, kaputte Autos und manchmal einen holprigen Start. Doch genau in den schwierigsten Momenten erlebt man die größte Gastfreundschaft. Ein Bericht über mein Jahr als Stipendiat des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP).
Den kühlen Norden hinter mir lassen und tief in den amerikanischen Süden eintauchen das war mein Ziel. Statt des gewohnten Brötchens vom Hamburger Bäcker gab es für mich plötzlich jeden Morgen „Biscuits“, die jeden Kummer und jede Sorge vertreiben sollten. Alabama war für die ersten Monate meine neue Heimat.
Ein holpriger Start und die amerikanische Realität
Mein Anfang war allerdings nicht unbeschwert. Da die Chemie mit meiner ersten Gastfamilie nicht stimmte, zog ich kurzerhand ins Studentenwohnheim („Dorm“) des Colleges. Dort lernte ich schnell: Ohne eigenes Auto ist man in den USA aufgeschmissen. Die Wahl des richtigen Gebrauchtwagens wurde zur echten Überlebensfrage. Als mir gleich zweimal der Keilriemen absprang, weil die Spannrolle kaputt war, musste ich selbst anpacken.
Es war eine harte Schule, aber eine Lektion fürs Leben. Um meine Grundkosten für Sprit und Lebensmittel zu decken, arbeitete ich während meiner Collegephase nebenbei bei der Fast-Food-Kette „Jack's Family“. Für 11 Dollar die Stunde stand ich in der Küche eine Erfahrung, die mich Demut lehrte und mir den echten amerikanischen Arbeitsalltag zeigte.
Kulturschock bei Walmart und tiefgründige Gespräche
Abseits der Arbeit gab es einiges zu verarbeiten. Bei meinem ersten Besuch in einem Walmart war ich schlichtweg platt. Das aggressive Marketing und die schiere Größe überforderten mich völlig man wusste gar nicht, wohin man blicken sollte. Entspannung fand ich beim Basketballspielen mit Freunden oder beim Spazieren auf dem Campus.
Oft wurde ich von Amerikanern nach dem Leben in Deutschland gefragt. Ich erklärte unser Gesundheitssystem oder die Bildung und brachte ihnen gleichzeitig etwas über meine vietnamesischen Wurzeln bei. Es war spannend zu erklären, wie es ist, zwischen zwei Kulturen in Deutschland aufzuwachsen, und ihnen gleichzeitig die vietnamesische Kultur näherzubringen.
Ein Freund zur richtigen Zeit
Die wertvollste Erinnerung an meine Zeit in Alabama verbinde ich jedoch mit Steven. Während der American-Football-Saison verkaufte ich am „Concessions Stand“ Süßigkeiten. Als ich eines Tages meinen Gehaltscheck im Büro abholte, lernte ich ihn kennen. Steven war der Erste, mit dem ich tiefgreifende Gespräche führen konnte. Er gab mir wertvolle Einblicke in die amerikanische und insbesondere die afroamerikanische Kultur.
Er war aufrichtig an mir, meinem Programm und meiner Sichtweise auf Amerika interessiert. Ohne jegliche Erwartung überließ er mir seine Essenskarte für die Cafeteria. Seine Einladung zu seiner Familie an Thanksgiving schenkte mir echte, herzliche Momente der Gastfreundschaft. Es gab mir in einer schwierigen Zeit genau die Hoffnung zurück, die ich brauchte, um nicht aufzugeben.
Der Sprung ins Ungewisse
Die prägendste Erfahrung meines gesamten Austauschjahres war schließlich mein eigenständig organisierter Umzug von Alabama nach Ohio für die anstehende Arbeitsphase. Dieser Schritt bedeutete weit mehr als nur einen Ortswechsel. Es war ein Sprung ins Ungewisse und eine bewusste Entscheidung für einen persönlichen Neuanfang. Ich wollte mehr vom amerikanischen Leben sehen und hielt mir klar vor Augen, dass es für mich nur bergauf gehen konnte. Von den anfänglichen Stolpersteinen wollte ich mich nicht ausbremsen lassen. Ich habe gelernt, jedes Mal wieder Resilienz aufzubauen, denn eines ist klar: Es werden ständig neue Herausforderungen auf einen zukommen. Am Ende kann man nur daran wachsen, deshalb hat sich das PPP für mich auf allen Ebenen gelohnt. Es hat mir nicht nur die USA gezeigt, sondern mir das Vertrauen gegeben, dass ich jede Hürde aus eigener Kraft meistern kann. (Text und Fotos: Huu Nghia Dang)
Foto: Huu Nghia Dang
(RB 04-21) Ob im Klassenzimmer, Hörsaal oder Bewegungsraum: Hamburgs Kita-Kinder, Schüler*innen und Studierende lernen sicher. Denn sie sind über die gesetzliche Schülerunfallversicherung abgesichert. Am 1. April 2021 feierte sie ihr 50-jähriges Jubiläum. Kommt es zu einem Unfall in der Bildungseinrichtung, übernimmt die Schülerunfallversicherung die Kosten für die Heilbehandlung, die verschiedenen Schritte der Rehabilitation und zahlt gegebenenfalls eine (lebenslange) Rente. Das Dienstleistungsspektrum schließt die Unfallprävention ein.
(RB) Zuhören, mitdenken, aufschreiben, Fragen stellen und beantworten: Beim Lernen leistet das Gehirn Schwerstarbeit. Kinder und Jugendliche, die regelmäßig und ausreichend trinken, haben eine höhere Konzentrationsfähigkeit und können sich Gelerntes besser merken. Ohne Durst lernt es sich besser. Bereits seit 2004 trägt die Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) mit der Initiative „Trinken im Unterricht“ dazu bei, ein ausgewogenes Trinkverhalten bei Schülerinnen und Schülern zu fördern. Studienergebnisse der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd1 haben gezeigt: Kinder lernen anhand der Trinkpausen nicht nur, auf ihren Körper und ihr Durstgefühl zu achten, auch Lern- und Denkprozesse werden durch das regelmäßige Trinken gefördert. Durch die Einhaltung einfacher Regeln ist es einfach, Schülerinnen und Schüler eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung auch während des Unterrichts zu ermöglichen. Zum Beispiel kann es nach Beendigung einer Lerneinheit eine kurze Trinkpause für alle geben, Trinken kann erlaubt sein in Stillarbeitsphasen, bei Klassenarbeiten, Gruppen- oder Projektarbeit, während der ersten zehn Minuten einer Schulstunde, vor und nach dem Sportunterricht, aber nicht bei Frontalunterricht oder im Unterrichtsgespräch mit der Klasse. Weitere Informationen: www.trinken-im-unterricht.de. Foto: IDM – Informationszentrale Deutsches Mineralwasser
(RB) Besondere Gefahrenmomente für Schüler ergeben sich erfahrungsgemäß aus folgenden Verkehrssituationen:
- Überhöhte Geschwindigkeit im Schulbereich
- Missachtung des Rotlichts an Lichtzeichenanlagen
- Fehlende oder unzureichende Sicherung der Kinder im PKW
- Nichtbeachten des Vorrangs von Fußgängern an Fußgängerüberwegen
- Verkehrswidriges Halten und Parken im Bereich von Kreuzungen und Einmündungen im Schulumfeld (Sichtbehinderung).
Die Verkehrssicherheit für diese Kinder steht gerade zum Schulanfang für die Polizei besonders im Blickpunkt. Deshalb werden Maßnahmen zur Schulwegsicherung im Bereich der Grundschulen durchgeführt. Auch nach Ablauf der ersten Schulwochen wird die Polizei im Umfeld der Schulen tätig sein, um die Sicherheit des Verkehrs sicherzustellen. Jedes Schulkind soll sicher zur Schule hin und auch wieder nach Hause zurückkommen.
Kinder nehmen den Straßenverkehr anderes wahr als Erwachsene. Bis ins Grundschulalter hinein sehen sie ihre Umgebung lediglich aus ihrem Blickwinkel und können noch nicht einschätzen, was andere Menschen vorhaben und wie sich Situationen entwickeln. Daher erkennen Kinder Gefahren oft erst immer allerletzten Moment, wenn es zu spät ist. Erst mit elf Jahren beginnen sie, sich auch nach hinten zu orientieren. Zudem lassen sich Grundschulkinder noch schnell von externen Reizen ablenken. Entfernungen und Geschwindigkeiten können nur die wenigsten von ihnen einschätzen. Besonders Schulanfänger, die sich erst an die Gefahrensituationen auf ihrem Schulweg gewöhnen müssen, sind gefährdet. Ein weiteres Problem stellen die „Elterntaxis“ dar: Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, sorgen häufig für ein Verkehrschaos vor den Schulen und gefährden damit zusätzlich die Schulkinder.
Zum Schluss noch eine Botschaft der Polizei an alle Erwachsenen: Sie sind Vorbild für die Kinder. Beachten Sie die Verkehrsregeln und nehmen Sie Rücksicht auf Kinder. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf Hamburgs Straßen.