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23.01.2020 - 02:56

 
 

S4 und Alternative für Schienengüterverkehr an der A1

S4 und Alternative für Schienengüterverkehr an der A1

Foto: Dr.Vieregg

(RB 12.2018) Der Verkehrsexperte Herr Dr. Vieregg hat im November 2018 eine gutachterliche Studie herausgebracht, die sein Konzept für die S4 enthält. Es geht darin um die Frage, wo die beiden zusätzlichen Gleise gebaut werden und somit darum, wo in Zukunft der Schienengüter- und der Personenfernverkehr der Skandinavienroute (Fehmarnbelttunnel) fahren werden. Nach der bisherigen Planung sollen sie mit gravierenden Nachteilen für die Anwohner und Stadtteile parallel zu den zwei Bestandsgleisen verlaufen. Herr Dr. Vieregg empfiehlt eine Gleislage parallel zur BAB 1 und zeigt  die Vorteile dieser Lösung auf. Damit verbunden wäre ein zusätzlicher Kapazitätsgewinn für den Hamburger Hauptbahnhof. Herr Dr. Vieregg berät regelmäßig den Verkehrsausschuss des Bundestages und wirkt bei vielen Schienengroßprojekten mit.
Die Studie umfasst 31 Seiten und zusätzlich zwei Dateien mit detaillierten Lageplänen der autobahnparallelen Streckenführung. Sie sind über folgende Links verfügbar:

http://www.vr-transport.de/archiv/VR-Bericht-HamLue-14-11-2018.pdf

http://www.vr-transport.de/archiv/VR-Lageplan-NBS-Ham-Lue-14-11-2018-DinA3.pdf

http://www.vr-transport.de/archiv/VR-Lageplan-NBS-Ham-Lue-14-11-2018-Grossformat.pdf


Der Verein „Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck“ e. V. lädt dazu nun am 08.02.2019 um 19 Uhr in die Mensa des Gymnasiums Rahlstedt, Scharbeutzer Straße 36, zu einem Diskussionsabend ein.
Folgender Ablauf ist vorgesehen:
19.00 Uhr: Begrüßung durch den Vorsitzenden des „Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg – Lübeck“ e. V. Herrn Claus-Peter Schmidt
19.10 Uhr: Einführung in den derzeitigen Planungsstand (Rechtsanwältin Suzan Goldschmidt, Goldschmidt Rechtsanwaltsbureau)
19.20 Uhr: Naturschutzrechtliche Problematik Stellmoorer-Ahrensburger Tunneltal (Herr Manfred Braasch, Geschäftsführer der Landesgeschäftsstelle Hamburg des B.U.N.D.)
19.30 Uhr: Vorstellung der „Argumentationsschrift für eine Eisenbahn-Neubaustrecke von Hamburg nach Lübeck entlang der A 1“ vom 14.11.2018 (Dr. Martin Vieregg, Vieregg-Rössler GmbH Innovative Verkehrsberatung)
20.00 Uhr: Offene Diskussionsrunde
Daran anschließend wird sich Herr Dr. Vieregg Ihren Fragen stellen und mit Ihren Beiträgen auseinandersetzen.
Die Moderation der Veranstaltung übernimmt der Journalist Herbert Schalthoff.
 
Es handelt sich um eine offene Veranstaltung.

S 4 kommt

(RB/ Senat 11.2018) Der Senat teilte mit, dass mit der Vorstellung der Bewertung der noch ausstehenden Eisenbahnprojekte des Bundesverkehrswegeplans 2030 am 06.11. klar ist, dass die S 4 kommt und auch das gesamte Eisenbahnnetz in und um Hamburg ausgebaut wird.
Umgesetzt werden sollen unter anderem folgende Maßnahmen:
- Ausbau der S 4 Hamburg-Hasselbrook – Ahrensburg (eigene Gleise, danach geplante Weiterführung auf den bestehenden Gleisen bis Bad Oldesloe)
- Kreuzungsbauwerk Wilhelmsburg, zum Queren von Zügen aus dem Hafen auf die Güterzuggleise, die östlich der Personenzuggleise liegen, dadurch steigt die Kapazität für Züge in und zum Hafen auf dieser Strecke
-  S 4 West  
Das Projekt S 4 wird aus mehreren  Finanzierungstöpfen, auch unter Einbeziehung der Länder, finanziert werden.
Hamburg hatte den Ausbau des Eisenbahnknotens Hamburg bereits im Jahr 2013 für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet und damit die Dringlichkeit des Ausbaus aufgezeigt.
 Weitere für Hamburg und die Metropolregion wichtige Maßnahmen sind beispielsweise die Elektrifizierung der Strecke Stade – Cuxhaven, so dass danach hier keine Dieselzüge mehr verkehren und ein weiterer Beitrag zur Luftverbesserung in Hamburg geleistet wird und der Ausbau der Strecke nach Sylt.

S4-Podiumsdiskussion: „Die Güterzüge werden kommen“

(dh) Trotz einer sehr kurzfristig anberaumten Terminierung und obendrein mitten in den Herbstferien fanden sich am 23. Oktober 2017 rund einhundert interessierte Bürger zu einer von der Bahn und den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein initiierten Podiumsdiskussion im Saal 8 des UCI-Kinos am Friedrich-Ebert-Damm ein. Das Thema ist seit Jahren ein Dauerbrenner: Der geplante Neubau der Linie S4 zwischen Altona und Bad Oldesloe und die damit indirekt zusammenhängende absehbare starke Zunahme des Güterverkehrs nach Fertigstellung der Fehmarnbeltquerung im Jahr 2028.
Zum Hintergrund: Im Zuge des Ausbaus der neuen S-Bahnlinie S4 werden auch Brücken, Stationen und Bahnübergänge angepasst sowie Schallschutzwände errichtet. Insbesondere der Neubau von zwei Nahverkehrsgleisen gibt seitdem Anlass zur Diskussion rund um das Thema Güterverkehr und dessen Auswirkungen. Letztere sieht insbesondere die Initiative „Lärm- und Umweltschutz Wandsbek-Marienthal“ äußerst kritisch. Der absehbare und von Frank Limprecht, dem Leiter des Großprojekts Nord der DB-Netz AG, bestätigte Anstieg der täglichen Ferngüterzüge von derzeit 40 auf über 120 Fahrten wird laut Aussage der Vertreter der Initiative für die Anwohner zu unerträglichen Lärmbelästigungen bis hin zu „nächtlicher Folter“ führen, da ein Gros der Güterzüge aus logistischen Gründen nachts unterwegs sein wird. Ferner seien bauliche Schäden an angrenzenden Häusern aufgrund von Erschütterungen zu befürchten. Ein aus dem Publikum gemachter Vorschlag, die von den Güter- und Fernzügen benutzten Gleise im Raum Hamburg „einzuhausen“ – sprich einen oberirdischen Tunnel zu bauen - wurde von Frank Limprecht als finanziell und planerisch als nicht machbar abgewiesen. Bleibt als einzig mögliche Alternative der Bau einer etwa vier Meter hohen Schallschutzmauer entlang der Bahnstrecke, was bei so manchem Anwohner nicht gerade Begeisterung auslöste und ironische Vergleiche mit der einstigen Berliner Mauer hervorrief.
Fazit am Ende der Veranstaltung: Kein großes Kino aber immerhin ein durchaus gehaltvoller Meinungsaustausch zu diesem für die Zukunft des Hamburger Ostens sehr komplexen Thema. Fortsetzung folgt.

S4 in der Planfeststellung

(RB) Bezüglich der geplanten neuen S-Bahn-Linie S4 von Hamburg nach Bad Oldesloe hat die Deutsche Bahn Ende September 2017 beim Eisenbahn-Bundesamt die Planfeststellung für den zweiten und damit letzten der drei Planfeststellungsabschnitte beantragt. Nach den Abschnitten 1 (Hasselbrook – Luetkensallee, eingereicht im August 2016) und 3 (Landesgrenze bis Ahrensburg-Gartenholz, eingereicht im Juli 2017) wurde nun auch der Abschnitt 2 (Luetkensallee – Landesgrenze) auf den Weg gebracht. Damit befindet sich das gesamte S4-Projekt im Planfeststellungsverfahren. Die aufwändige Planung hat damit einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht.
Im nächsten Schritt prüft das Eisenbahnbundesamt die Unterlagen auf Vollständigkeit und legt den weiteren Zeitplan fest, unter anderem den Startpunkt des Beteiligungs- und Anhörungsverfahrens. In diesem werden Träger öffentlicher Belange und Betroffene vor Ort um Stellungnahmen zu den Planungen der DB gebeten. Für den Planfeststellungsabschnitt 1 fand in diesem Sommer bereits die öffentliche Auslegung der Pläne statt. Für die Abschnitte 2 und 3 ist damit im Sommer 2018 zu rechnen. Ein Baubeginn ist nach derzeitigem Stand 2020 vorgesehen, eine Teilinbetriebnahme ab/bis Rahlstedt im Jahre 2024. 2027 soll die S4 auf ganzer Strecke fahren.

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