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21.01.2019 - 09:52

 
 

"Podcast"

(RB) Das Wort „Podcast“ hat bestimmt jeder schon mal gehört. Unter dem Begriff „Podcast“ versteht man eine Serie von meist abonnierbaren Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Wort setzt sich zusammen aus dem aus der englischen Rundfunkbezeichnung Broadcast und der Bezeichnung für den (zur Entstehungszeit marktbeherrschenden tragbaren MP3-Player) iPod.
Als Erfinder des Podcastings gelten Tristan Louis, der das Konzept im Jahr 2000 erstmals vorschlug, und Dave Winer, der es leicht modifiziert als Erster umsetzte. Der ehemalige MTV-Moderator Adam Curry gilt auf Produzentenseite als Pionier des damals noch „Audioblogging“ genannten Verfahrens. Der Begriff „Podcast“ stammt von Ben Hammersley aus 2004.
Themenorientierte Sendungen bildeten sich erst langsam heraus. Schnell vertreten waren Musiksendungen. Auch Zeitungen und Zeitschriften bieten zunehmend im Rahmen ihres Onlineangebots Podcasting an, mit aufgenommenen Sendungen und mit über Sprachsynthese vorgelesenen Artikeln.
Im Juni 2005 tauchte der erste deutschsprachige Video-Podcast (isightseeing) auf und im Herbst 2005 wurden bei Portalen wie Apples iTunes bereits mehrere Video-Podcasts unter der Rubrik Podcast gelistet. Im Februar 2006 zählte die deutsche Szene rund 1300 Podcasts. Bis 2008 hat sich bei allen großen Radiosendern und einigen Fernsehsendern wie arte.tv die Bereitstellung ausgewählter Radio- und Fernsehsendungen über die Podcast-Funktion etabliert. Die Sendungen werden entweder auf der eigenen Internetseite oder zusätzlich auf Podcast-Portalen als Live-Stream ohne die Möglichkeit des Herunterladens (von Filmen) oder wahlweise zum Soforthören oder Herunterladen (von Audiodateien) bereitgestellt.
Meistens handelt es sich bei Podcasts um private Sendungen, ähnlich Radioshows, die sich einem bestimmten Thema widmen. Zunehmend werden aber auch professionell produzierte Podcasts, etwa für Special-Interest-Nachrichten und -Themen angeboten. Podcasts, die schwerpunktmäßig Inhalte einer bestimmten Kategorie bereitstellen, werden oft mit einem englischen Kategoriekürzel und dem Zusatz "cast" bezeichnet.
Zur Unterscheidung technisch unterschiedlicher Hauptquellen des Audio- oder Video-Materials eines Podcasts werden gerne spezielle Begriffe verwendet. Während das Voipcasting oder Phonecasting das Aufzeichnen einzelner Beiträge per Telefon bezeichnet, beschreibt Screencasting das Aufzeichnen der Aktivitäten auf einem grafischen Display, das meistens mit einer Sprecherstimme begleitet wird.
Häufig werden Podcasts zusammen mit ergänzenden Sendungsnotizen zur aktuellen Episode veröffentlicht. Diese sogenannten „Shownotes“ enthalten meist neben einem beschreibenden Text auch Bilder und Links zu den besprochenen Themen.
Im Internet kann jeder mit geringem Aufwand, zum Beispiel einem PC mit Soundkarte, Mikrofon, sowie Internetanschluss und Webspace, einen Podcast erstellen. Webspace, der speziell auf die Belange eines Podcasters ausgelegt ist, wird Podspace genannt. Bei einem Hosting-Service, der ausschließlich Podspace anbietet, spricht man von einem Podhosting-Dienst. Es ist weder kostspielige Hard- oder Software erforderlich, noch sind öffentliche Gebühren, wie beim Betrieb eines Webradios, zu entrichten. Podcaster müssen jedoch genauso wie Betreiber von Rundfunksendern (z. B. auch Web-Radios) die Rechte Dritter an den Medieninhalten beachten und eventuell Gebühren an sie oder deren Lizenzgeber abführen (Urheberrecht).