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21.01.2019 - 09:50

 
 

Fruchtsaftmythen

(RB 09.2018)Fruchtsäfte galten lange Zeit und ohne Zweifel als uneingeschränkt gesunde Getränke. Und obwohl Deutschland beim Pro-Kopf-Verbrauch noch immer Weltmeister ist, haben sich
einige Mythen entwickelt, die das gesunde Image beeinträchtigen.
Verantwortlich dafür sind falsche Aussagen und Informationen zu Fruchtgehalten, Zuckerzusätzen und Verarbeitungsprozessen, die sich sowohl bei Verbrauchern, aber auch bei einem großen Teil von Ernährungsexperten festgesetzt haben. In einer aktuellen Online-Befragung von NORDLIGHT research im Auftrag des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) wird das sehr deutlich. Drei Irrtümer sind dabei besonders weit verbreitet.
Mythos 1: Fruchtsaft wird Zucker zugesetzt. 41 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Fruchtsaft Zucker zugesetzt wird.
Fakt ist: Fruchtsaft besteht nur aus dem Saft der gepressten Früchte! Jeglicher Zusatz von Zucker wurde bereits 2011 EU-weit verboten, geregelt durch die Fruchtsaftverordnung. Fruchtsaft enthält nur den fruchteigenen Zucker. Aufgrund seiner hohen Nährstoffdichte zählt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Fruchtsaft nicht zu den Getränken, sondern zu den pflanzlichen Lebensmitteln.
Mythos 2: Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat ist kein richtiger Saft. Das glauben 81 Prozent der Befragten.
Fakt ist: Saft ist gleich Saft! Denn ein Fruchtsaft besteht immer aus 100 Prozent Frucht.
Es spielt keine Rolle, ob wie er angeboten wird. Laut Fruchtsaftverordnung müssen beide Angebotsformen qualitativ gleichwertig sein und enthalten weder Farb- noch Konservierungsstoffe. Fruchtsaftkonzentrate helfen unter anderem Lager- und Transportkosten zu minimieren. Aber auch schlechte Ernte Jahre lassen sich durch die längere Haltbarkeit ausgleichen.
Mythos 3: Fruchtgehalte von Fruchtsäften unterscheiden sich. 54 Prozent der Befragten glaube, dass Fruchtsaft nicht grundsätzlich aus 100 Prozent Frucht besteht.
Fakt ist: Wo Fruchtsaft draufsteht, ist immer 100 Prozent Frucht drin! Aber nicht jede Frucht kann man als 100 prozentigen Fruchtsaft genießen. Früchte wie Sauerkirschen, Johannisbeeren oder auch Rhabarber sind von Natur aus sehr sauer. Aprikose, Mango und Banane sind sehr fruchtfleischhaltig. All diese Früchte werden nicht als Fruchtsaft,
sondern als sogenannte Fruchtnektare im Handel angeboten. Um die Früchte „trinkfähig“ zu machen, werden ihnen Wasser und gegebenenfalls Süße in Form von Honig oder Zucker zugefügt, der Mindestfruchtgehalt liegt zwischen 25 und 50 Prozent (je nach Fruchtart) und wird ebenfalls vom Gesetzgeber vorgegeben. Das Etikett gibt Auskunft über die genaue Zusammensetzung.
Weiterführende Informationen hält die Internetseite natuerlich-­mit-­saft.eu bereit.