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24.05.2019 - 14:11

 
 

Alles rund um den Berufsalltag - Rechte, Pflichten, Studien und vieles mehr

Steht mir Weihnachtsgeld zu?

(RB/ txn 12.2018) Auf das Weihnachtsgeld des Arbeitgebers freuen sich viele Beschäftigte. „Doch der Anspruch auf das 13. Gehalt ist nicht gesetzlich geregelt“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad Deutschland.
Oft ist das Weihnachtsgeld allerdings in einer betrieblichen Vereinbarung, im Arbeits- oder Tarifvertrag festgeschrieben. Dann braucht sich der Arbeitnehmer darum keine Sorgen zu machen - auch wenn die wirtschaftliche Lage des Betriebs nicht optimal ist. Gibt es jedoch keine ausdrückliche Regelung, gilt der „Freiwilligkeitsvorbehalt“. Dann kann der Arbeitgeber entscheiden, ob und wie viel er zahlt. Wichtig: Bekommt ein Mitarbeiter eine Gratifikation, müssen die anderen auch eine erhalten. Einfluss auf die Höhe der Summe haben die Betriebszugehörigkeit, der Familienstand, aber auch das Erreichen von vorgegebenen Zielen.
Wurde in den letzten drei Jahren immer der gleiche Betrag überwiesen, ohne Hinweis darauf, dass es eine freiwillige, einmalige Zahlung ist, sehen die Gerichte das als eine Art Gewohnheitsrecht an und der Betrag muss weiterhin gezahlt werden.

Die Weihnachtsfeier im Betrieb

Die Weihnachtsfeier im Betrieb

Foto: Nichizhenova Elena/Fotolia/randstad

(RB/txn 12.2018) Weihnachtsfeiern sind gut für die Teambildung und gehören in vielen Unternehmen einfach dazu. „Viele Mitarbeiter empfinden das Fest als Wertschätzung ihrer Arbeit und ziehen daraus die Motivation, sich auch im neuen Jahr tatkräftig einzubringen“, weiß Petra Timm, Sprecherin des Personaldienstleisters Randstad. Außerdem bietet so eine Feier die Möglichkeit, die Kollegen einmal von der privaten Seite kennen zu lernen. „Das kann für das Betriebsklima sehr förderlich sein“, so Petra Timm. Umso wichtiger ist es, nicht negativ aufzufallen.
Angemessene Kleidung ist genauso Pflicht wie gutes Benehmen. Klar darf jeder Spaß haben – aber es sollte zu keinen Ausfällen kommen. Wer möchte schon am nächsten Tag eine Abmahnung oder gar Kündigung in der Hand halten, weil er etwa in angetrunkenem Zustand dem Chef die Meinung gesagt oder den Kollegen beleidigt hat? Auch bei einem Flirt sollte der nächste Tag im Auge behalten werden. Ansonsten kann es zu peinlichen Situationen kommen.
Bietet der Chef das „Du“ an, gilt das erst dauerhaft, wenn er den lockeren Ton am nächsten Tag fortsetzt. Geheimnisse oder Privates von Vorgesetzten werden am besten vertraulich behandelt.
Egal, wie lange das Fest dauert: Pünktliches Erscheinen im Büro am nächsten Morgen ist ebenso selbstverständlich wie ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren der Betriebsweihnachtsfeier.
Mitarbeiter, die sich nicht auf die Weihnachtsfeier freuen, müssen auch nicht daran teilnehmen. Es gibt keine Anwesenheitspflicht. Aber Achtung: „Findet die Weihnachtsfeier während der Arbeitszeit statt, müssen Partymuffel trotzdem arbeiten - es sei denn, die Veranstaltung findet im Büro statt und es ist kein Arbeiten möglich“, erklärt Timm. In diesem Fall dürfen Arbeitnehmer nach Rücksprache mit dem Vorgesetzten nach Hause gehen, ohne dass Überstunden geopfert werden müssen.
Berufstätige sollten es sich dennoch zweimal überlegen, bei der Feier zu fehlen. Oft wird das als mangelnde Teamfähigkeit ausgelegt. Wer erscheint, signalisiert dem Chef, dass er auch bereit ist, Freizeit in das Unternehmen zu investieren.

Resturlaub verfällt nicht mehr automatisch

(RB / anwaltshotline.de 12.2018) Der Europäische Gerichtshof schob der bisher geltenden arbeitgeberfreundlichen Regelung „Wer keinen Urlaubsantrag gestellt hat, muss auf seine verbleibenden Urlaubstage verzichten.“ einen Riegel vor und entschied, dass der Urlaubsanspruch und entsprechend der Anspruch auf die finanzielle Vergütung nicht genommener Urlaubstage nicht automatisch verfallen dürfe (Az. C-619/16 und C-684/16).
Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hatten zwei Angestellte nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses noch Urlaubstage übrig. Da diese nicht mehr genommen werden konnten, forderten sie von ihren Arbeitgebern die finanzielle Vergütung des Resturlaubs. Die beiden Anträge wurden jedoch abgelehnt. Die Arbeitgeber beriefen sich darauf, dass die Beschäftigen ihren Urlaub gemäß deutschem Recht rechtzeitig hätten nehmen oder zumindest einen Urlaubsantrag hätten stellen müssen. Die für den Fall zuständigen deutschen Gerichte baten den Europäischen Gerichtshof um Hilfe und wollten wissen, ob die nationale Regelung im Einklang mit europäischem Recht stehe.
Der Europäische Gerichtshof erklärte, dass der Urlaubsanspruch nicht automatisch verfallen dürfe, nur weil der Arbeitnehmer es versäumt habe, einen Urlaubsantrag zu stellen. Die Richter betonten, dass der Anspruch nur dann erlösche, wenn der Arbeitnehmer angemessen über die Regelung aufgeklärt und in die Lage versetzt worden sei, den Urlaub rechtzeitig zu nehmen. „Kurzum bedeutet das, dass der Arbeitgeber von nun an beweisen muss, dass sein Angestellter freiwillig und ausdrücklich auf seinen Resturlaub verzichtet hat“, erklärt Rechtsanwältin Gudrun Schackmar.
Der Europäische Gerichtshof begründete seine Entscheidung damit, dass der Arbeitnehmer grundsätzlich die schwächere Vertragspartei und entsprechend zu schützen sei. Immerhin ließen sich viele Arbeitnehmer davon abschrecken, ihre Rechte durchzusetzen, weil sie negative Konsequenzen befürchten.

Schluss mit Teilzeitfalle: Ihr neues Recht auf flexible Arbeit

(RB 11.2018) Es gibt viele gute Gründe, in Teilzeit zu gehen. Die meisten Arbeitnehmer haben auch ein Anrecht darauf. Eine spätere Rückkehr auf eine Vollzeitstelle war bislang jedoch vom Willen des Chefs abhängig. Das ist laut anwaltshotline.de ab Januar Geschichte: Dann haben Sie das Recht, nach einer Teilzeitphase von einem bis fünf Jahren in eine Vollzeitbeschäftigung zurückzukehren. Das Teilzeitbefristungsgesetz wird dafür um einen gesetzlichen Anspruch auf sogenannte Brückenteilzeit erweitert. Die neue Brückenteilzeit können Sie allerdings nur nutzen, falls Sie in einer Firma mit mehr als 45 Mitarbeitern arbeiten und die Teilzeitbeschäftigung erst ab dem 01.01.2019 geschlossen wurde. In normale Teilzeit können Sie ab 15 Beschäftigten gehen. In beiden Fällen müssen Sie seit mindestens sechs Monaten bei ihrem jetzigen Arbeitgeber angestellt sein.

Mobbing am Arbeitsplatz: Tipps zum Gegensteuern

(RB/txn 12.2018) Mobbing am Arbeitsplatz beginnt schleichend: Die Kollegen grüßen nicht, in der Teeküche verstummt das Gespräch. Oft halten es Betroffene anfangs gar nicht für möglich, dass sie benachteiligt und ausgegrenzt werden. „Wenn sich die Anzeichen für Mobbing mehren, sollten Beschäftigte sofort reagieren“, rät Petra Timm von Randstad Deutschland. Dabei ist es wichtig, gezielt und effektiv vorzugehen. Zuerst sollte festgestellt werden, ob es sich wirklich um Mobbing handelt - denn das ist ein schwerer Vorwurf. Mobben ist sogar strafbar und bedeutet, dass ein Arbeitnehmer systematisch und über einen längeren Zeitraum schikaniert, angefeindet, benachteiligt und ausgegrenzt wird. Wird jemand gemobbt, darf dieser sich in keinem Fall in die Opferrolle drängen lassen. Das bietet Mobbern eine zusätzliche Angriffsfläche. Auch sollte die Situation nicht einfach ignoriert werden. Tagebuch führen: Betroffene sollten Angriffe und Vorfälle schriftlich festhalten. Die Dokumentation kann anschließend als Mobbing-Nachweis dienen. Unbedingt notwendig ist das Gespräch mit dem Vorgesetzten, der Personalabteilung oder dem Betriebsrat. Außerdem kann sich der Betroffene an den Hausarzt wenden. Aber auch Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen für Mobbingbetroffene oder ein Rechtsanwalt können zur Unterstützung hinzugezogen werden.

Personalvermittlung - Qualifikation wichtiger als Zeit und Geld

(RB/txn 12.2018) Um Engpassberufe zu besetzen und auf neue Auftragslagen zu reagieren, suchen Unternehmen händeringend nach Fachkräften.
Laut einer Studie zum Thema „Was erwarten Kunden von einem Personalvermittler?“ ist es 42 % der befragten Unternehmen wichtig, den optimal passenden Kandidaten vorgeschlagen zu bekommen. Zeitaufwand (22 %) und Kosten bis zur Einstellung (9 %) spielen im Vergleich dazu eine untergeordnete Rolle.
Immer mehr setzen auf die Zusammenarbeit mit Recruiting-Spezialisten. 87 % der Unternehmen gaben an, mindestens einmal einen Personalvermittler beauftragt zu haben, jedes dritte tut dies regelmäßig. Bei der Zusammenarbeit mit Personalvermittlern legen die Unternehmen besonders viel Wert auf Diskretion (27 %) und Vertrauen (26 %). Petra Timm, Presseprecherin von Randstad: „Personalentscheidungen haben mitunter über Jahre hinweg Auswirkungen auf den Erfolg eines Unternehmens. Gute Mitarbeiter sind eine der wertvollsten und gleichzeitig knappsten Ressourcen, die es zu finden und zu überzeugen gilt. Deshalb suchen Unternehmen einen verlässlichen Partner, der sie mit modernen Recruiting-Tools und Qualifikationsmaßnahmen für Bewerber unterstützt.“

Junge und alte Arbeitnehmer reden aneinander vorbei

(RB/txn 12.2018) Mehr als jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland ist heute nach Angaben des statistischen Bundesamtes über 50 Jahre alt. Während 1991 noch 8,7 Millionen Erwerbstätige älter als 50 waren, sind es heute 14,8 Millionen. Die Zahl der Arbeitnehmer unter 40 sank dagegen deutlich. Das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer untersucht die Auswirkungen dieser Veränderungen auf den Arbeitsmarkt. Dabei zeigt sich: Vor allem Jüngere haben Schwierigkeiten mit dem generationsübergreifenden Arbeiten. „Jüngere und ältere Arbeitnehmer sprechen am Arbeitsplatz über unterschiedliche Themen“, erklärt Petra Timm, Pressesprecherin bei Randstad Deutschland. „Man könnte sogar meinen, sie sprechen unterschiedliche Sprachen: Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Influencer, mobile first - für manche ältere Arbeitnehmer sind das Bücher mit sieben Siegeln. Für jüngere Arbeitnehmer, die andere Generationen von diesen Themen überzeugen wollen, kann das frustrierend sein.“ Außerdem trennen ältere Generationen Berufliches und Privates strenger. Von den für das Arbeitsbarometer befragten Arbeitnehmern über 45 Jahre geben 58 Prozent an, lieber im Büro als zu Hause zu arbeiten. Bei den Arbeitnehmern über 55 sind es sogar 65 Prozent. Jüngere Arbeitnehmer dagegen fühlen sich im Büro genauso wohl wie zu Hause. Was die einen für ergebnisorientiert halten, ist für die anderen zu starr und wenig empathisch. Keine leichte Aufgabe, diese unterschiedlichen Vorstellungen unter einen Hut zu bringen.  Timm schlägt vor, das „Was“ und das „Wie“ der Kommunikation gleichermaßen anzugehen: „Unternehmen können gezielt auf Weiterbildungen im digitalen Bereich und Teambuilding-Maßnahmen für die zwischenmenschliche Zusammenarbeit setzen, damit Arbeitnehmer aus allen Altersgruppen wirklich an einem Strang ziehen und die Bedürfnisse und Betrachtungsweise des anderen verstehen.“

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„Junges dynamisches Team“: Altersdiskriminierung in Stellenanzeige?

(RB/ DAS 12.2018) Bei der Suche nach einem „Junior Consultant“ für ein Unternehmen und der Hervorhebung, dass dieser in einem „jungen dynamischen Team“ arbeiten soll, kann die Ablehnung eines älteren Bewerbers grundsätzlich eine Altersdiskriminierung darstellen. Dies hat laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Bundesarbeitsgericht entschieden. ((BAG, Az. 8 AZR 406/14)
Zum Hintergrund:
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz soll in Deutschland verhindern, dass Menschen bei Vertragsabschlüssen zum Beispiel wegen ihres Alters, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrem Geschlecht oder einer Behinderung Nachteile erleiden. Dies gilt etwa für den Abschluss von Miet- oder Arbeitsverträgen. Fühlt sich jemand aus den genannten Gründen diskriminiert, kann er Anspruch auf eine Entschädigung haben. Der Fall: Ein 42-Jähriger hatte sich auf eine Stelle bei einem Personalberatungsunternehmen beworben. Die Stellenbezeichnung lautete „Junior Consultant“. In der Stellenanzeige fand sich der Hinweis, dass der neue Mitarbeiter künftig in „Personalprojekten in einem professionellen Umfeld mit einem jungen dynamischen Team“ tätig sein sollte. Der 42-jährige Diplom-Betriebswirt brachte alle erforderlichen Qualifikationen mit. Nach sechs Tagen erhielt er eine Ablehnung ohne Gründe. Die Stelle bekam schließlich ein 28-Jähriger. Der 42-Jährige schloss aus der schnellen Ablehnung, dass er dem Unternehmen schlicht zu alt gewesen war. Er forderte Schadenersatz wegen einer Altersdiskriminierung. Das Unternehmen hielt dagegen: Mit „jungem Team“ sei ein Team gemeint gewesen, das erst kurze Zeit existiere. Das Landesarbeitsgericht schloss sich der Meinung des Unternehmens an und wies die Klage ab. Das Urteil: Das Bundesarbeitsgericht war nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice anderer Meinung. Arbeitgeber dürften freie Arbeitsplätze nicht unter Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot ausschreiben. Genau das sei hier aber durch die Formulierung „junges dynamisches Team“ geschehen. Dieser Begriff solle junge Bewerber anlocken und habe nichts mit dem Zeitraum des Bestehens des Teams zu tun. Zwar begründe die Formulierung noch keinen Schadenersatzanspruch; sie erlaube jedoch die Vermutung, dass eben das Alter der Ablehnungsgrund gewesen sei. Bestünde eine solche Vermutung, ändere sich die Beweislast: Nun müsse nicht mehr der Bewerber beweisen, dass er wegen seines Alters abgelehnt worden sei, sondern der Arbeitgeber müsse beweisen, dass er andere Ablehnungsgründe gehabt habe. Da das Landgericht dies nicht ausreichend berücksichtigt hatte, hob das Bundesarbeitsgericht das Urteil auf.

Neue Ausbildung Präzisionswerkzeugmechaniker

Neue Ausbildung Präzisionswerkzeugmechaniker

Foto: industrieblick/fotolia/randstad

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt
(RB/ txn 10.2018) Ohne scharfe Bohr- und Fräswerkzeuge oder Sägeblätter lässt sich im Maschinen- und Metallbau nicht vernünftig arbeiten. Manches geht eben nur mit Präzision. Hier ist künftig das Know-how des Präzisionswerkzeugmechanikers der Fachrichtung Zerspanwerkzeuge gefragt. Der neue Ausbildungsberuf löst den Schneidwerkzeugmechaniker ab und ist auf neue Produktionstechnologien und die Digitalisierung zugeschnitten. Während der dreieinhalbjährigen dualen Ausbildung wird gelehrt, wie die modernen technischen Maschinen und Computerprogramme bedient und wie Zerspanwerkzeuge instandgesetzt werden. Dabei geht es auch darum, Schäden und Verschleiß zu analysieren, um die Funktionsfähigkeit der Werkzeuge wiederherzustellen. „Die meisten Betriebe haben volle Auftragsbücher und suchen intensiv nach qualifizierten Fachkräften“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. Dies bietet gute Chancen für alle Berufseinsteiger, die technisch interessiert sind und mindestens einen Hauptschulabschluss mitbringen.

Generation Y setzt auf Papa Staat

(RB/txn 12.2018) Wer denkt, er habe das Lernen mit dem Abschluss der Ausbildung, Schule oder des Studiums hinter sich gelassen, wird im Beruf schnell eines Besseren belehrt. Durch die Digitalisierung ist lebenslanges Lernen für viele Berufsbilder zum Standard geworden. Das haben junge Arbeitnehmer in Deutschland begriffen und suchen Unterstützung - aber nicht etwa bei ihrem Arbeitgeber, sondern zuerst von Vater Staat. Wie das Randstad Arbeitsbarometer herausgefunden hat, denken 69 Prozent der unter 25-Jährigen, dass es Aufgabe des Staates sei, sie erwerbsfähig zu halten. Unternehmen gegenüber sind sie weniger fordernd: Lediglich 61 Prozent sind der Meinung, dass auch der eigene Arbeitgeber für ihre Erwerbsfähigkeit verantwortlich ist. Die Generation Y sind die jungen Erwachsenen, die zwischen Mitte der 1980er- und Mitte der 1990er-Jahre geboren sind und den Großteil der heutigen Berufseinsteiger stellen. Die meisten unter ihnen sind mit moderner Technologie aufgewachsen und stellen alte Strukturen in Frage. So übertragen sie der Politik erheblich mehr Verantwortung, als es ihre älteren Kollegen tun. Bei den über 46-Jährigen sehen 46 Prozent den Staat in der Pflicht, die Erwerbsfähigkeit der Arbeitnehmer zu erhalten - über 20 Prozent weniger als in der Generation Y. Wie stellen sich Berufseinsteiger die Hilfe vom Staat vor? Hierzu Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie Deutschland: „88 Prozent erwarten Anreize aus der Politik, die Weiterbildungen belohnen. Sie hoffen auf Zuwendungen in Form von Steuererleichterungen für Lernprogramme. Denn jüngere Arbeitnehmer lernen oft über Online-Plattformen und setzen hier auf Unterstützung vom Staat, die sie unabhängig von ihrem Arbeitsplatz erreicht.“

Im Studium Praxiserfahrung sammeln

(RB/txn 12.2018) Durch das Studium ausreichend für die Arbeitswelt qualifiziert fühlt sich kaum ein Studierender in Deutschland. Daher sehen künftige Akademiker Praxiserfahrung über Zeitarbeit zunehmend als optimale Vorbereitung auf den Job an.
„Studenten sammeln als Zeitarbeiter nicht nur Fachkompetenz durch praktische Arbeitserfahrung, sondern knüpfen auch Kontakte mit Unternehmen, die sich als sehr hilfreich für den Berufseinstieg nach dem Hochschulabschluss erweisen können“, weiß Petra Timm, Sprecherin des Personaldienstleisters Randstad. Schließlich werden interessante Jobs bevorzugt intern vergeben - wer den Chef bereits kennt und ihn von den eigenen Fähigkeiten überzeugen konnte, ist möglicherweise später auch ein erster Anwärter.
Die Laufzeit der Verträge richtet sich nach den Bedürfnissen der Unternehmen, aber die Studierenden können Einfluss nehmen. Arbeitszeitkonten ermöglichen, dass sie vor Klausuren weniger und dafür in den Ferien mehr arbeiten. Ebenfalls hilfreich: Bei Randstad Deutschland gibt es die Möglichkeit, sich obendrein zielgerichtet weiterbilden zu lassen, zum Beispiel flexibel über E-Learning-Programme - das erhöht die Chancen auf den späteren Traumjob zusätzlich.

Weiterbildung hat in Unternehmen hohen Stellenwert

(RB/ TÜV 11.2018) Die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ist neun von zehn Unternehmen (90 Prozent) wichtig. Das hat eine gemeinsame Studie des TÜV-Verbands und des Digitalverbands Bitkom ergeben, für die 504 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern in Deutschland befragt wurden. Demnach hat das Thema Aus- und Weiterbildung vor allem für den Mittelstand einen hohen Stellenwert. 94 Prozent der Unternehmen zwischen 100 und 499 Mitarbeitern sagen, dass das Thema bei ihnen sehr bzw. eher wichtig ist. Es folgen Großunternehmen mit 92 Prozent. In kleinen Unternehmen mit bis zu 99 Mitarbeitern geben 89 Prozent an, dass ihnen die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter wichtig ist.
Schaut man auf die verschiedenen Branchen, so ist es vor allem das Dienstleistungsgewerbe, das Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert beimisst: 94 Prozent der Unternehmen tun dies. Es folgt der Handel mit 84 Prozent. Unter den Händlern sagt allerdings auch mehr als jeder Zehnte (11 Prozent), dass ihm Aus- und Weiterbildung eher nicht so wichtig sind. In der Industrie sagen dies 6 Prozent, 81 Prozent sind dagegen der Meinung, dass das Thema Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern bei ihnen sehr bzw. eher wichtig ist.

Digitalisierung und Arbeitsmarkt

(RB/txn 12.2018) Zahlreiche Ängste verbinden sich mit dem Thema Digitalisierung bei den Arbeitnehmern in Deutschland. Fast 13 Prozent der Beschäftigten in Deutschland befürchten, dass der eigene Arbeitsplatz in absehbarer Zukunft wegfallen wird. Und diese Ängste sind nicht komplett unbegründet, denn die Arbeitswelt verändert sich tatsächlich. Überraschend ist, dass hier vor allem Arbeitnehmer mit mittlerer Qualifikation betroffen sein werden. So ist zumindest das Ergebnis der Studie „Flexibility@Work“ des Personaldienstleisters Randstad. Die Erhebung zeigt, dass die Tätigkeiten für Geringqualifizierte auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Vergleich zu 1995 um 4,74 Prozent gestiegen sind. Auch der Anteil hochqualifizierter Tätigkeiten am Arbeitsmarkt stieg um 3,42 Prozent. Die Stellen für mittlere Qualifikationen, etwa Handwerker, Maschinenführer oder gelernte Bürokräfte, nahmen im gleichen Zeitraum dagegen um 8,16 Prozent ab. „Die Polarisierung am Arbeitsmarkt nimmt zu“, so Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie. „In der Mitte ist der Druck am stärksten. Insbesondere Arbeitsplätze, die zum großen Teil aus Routinetätigkeiten bestehen, drohen zu verschwinden.“ Die Arbeit von morgen braucht also neue Kompetenzen, so der Arbeitsmarktexperte: „Soziales und digitales Know-how wird immer wichtiger - Wissen, das nicht zwingend an einer Berufsschule oder Universität, sondern durch berufsbegleitendes, digitales Lernen erworben wird. Darin steckt heute eine Chance für Geringqualifizierte, denn sie können dieses Wissen genauso erwerben.“ Klassische Berufsausbildungen werden zukünftig durch mobiles Lernen am Smartphone, Online-Klassenräume und ähnliches ersetzt. Die Verknüpfung digitaler Lernmethoden mit der beruflichen Praxis bietet Vorteile für alle: Unternehmen, die auf digitale Lernmethoden setzen, erschließen sich einen größeren Personalpool. Und Arbeitnehmer, die vorher Schwierigkeiten hatten, Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden, können dauerhaft Kompetenzen für das Berufsleben aufbauen.