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14.12.2017 - 21:50

 
 

Gartenarbeiten steuerlich absetzen

(dh) Viele Hobbygärtner möchten im Frühling ihren Garten neu gestalten oder eine neue Terrasse anlegen. Viele Arbeiten übernehmen Profis wie Gärtner, Pflasterer oder Garten- und Landschaftsbauer. Was kann von der Steuer abgesetzt werden?

Handelt es sich um Aushub- und Erdarbeiten, Pflanzarbeiten, Pflasterarbeiten oder umfangreiche Arbeiten zur Gartengestaltung oder Gartenpflege, kann der Besitzer die Kosten in seiner Steuererklärung als Handwerkerleistung angeben. Dafür gilt folgende Bedingung: Das zum Grundstück gehörende Haus wird vom Besitzer selbst bewohnt und ist kein Neubau. Das gilt auch für Ferienhäuser oder Schrebergartenlauben, die nicht das ganze Jahr über bewohnt sind. Deutsche Steuerzahler können auch für Ferienwohnungen im europäischen Ausland solche Kosten absetzen.
Generell gilt für alle Handwerkerleistungen, dass man 20 Prozent der Lohnkosten und maximal 1.200 Euro im Jahr in der Steuererklärung absetzen kann. Das Besondere: Diese Kosten dürfen direkt von der Steuerlast abgezogen werden.
Viele Eigentümer holen sich zudem für regelmäßige Gartenarbeiten Hilfe vom Gärtner. Auch diese Kosten können steuerlich abgesetzt werden: als haushaltsnahe Dienstleistungen. Daran beteiligt sich der Fiskus mit 20 Prozent. Der Unterschied zu den Handwerkerleistungen: Für haushaltsnahe Dienstleistungen können sogar bis zu 4.000 Euro im Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Wichtig ist: Die entsprechenden Rechnungen müssen über die Dienstleistung inklusive Zahlungsbeleg der Steuererklärung beigelegt werden. Dafür reicht ein Überweisungsträger oder Kontoauszug, Barzahlungen sind nicht zugelassen.

Risikolebensversicherung

 (Finanztip/dh) Es gibt Situationen, an die eigentlich niemand denken mag: Jemand kommt bei einem Autounfall ums Leben und hinterlässt seinem Partner und den Kindern Schulden auf das noch nicht abbezahlte Eigenheim. Zu allem Unglück kann sich der Ehepartner die Darlehensraten nicht alleine leisten und muss die Immobilie verkaufen, die Bank für entgangene Zinsen entschädigen und eine neue, womöglich kleinere Bleibe für die Familie suchen. Wer sich diesbezüglich absichern will, für den käme eine Risikolebensversicherung in frage. Sie ist eine Versicherung für den Todesfall und zahlt die vorher vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus, wenn die im Vertrag versicherte Person stirbt. Die Risikolebensversicherung ist damit unter den Lebensversicherungen eine reine Risikoversicherung, mit der kein Geld angespart wird – im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung, die die Todesfallabsicherung mit Sparen kombiniert. Daher sind auch die Beiträge zu einer Risikolebensversicherung viel niedriger als die einer Kapitallebensversicherung. Der Jahresbeitrag hängt unter anderem ab von der Versicherungssumme, dem Alter, der Gesundheit und dem Beruf des Versicherten. Raucher und körperlich Tätige zahlen grundsätzlich mehr. Für Frauen und Männer sind die Beiträge dagegen seit Ende 2012 gleich hoch. Bei einer Versicherungssumme von 200.000 Euro liegt der Jahresbeitrag zwischen 81 Euro und 1.700 Euro.

Außergewöhnliche Belastungen

(dh) Allergiker können alles, was der Arzt ihnen verordnet und ihre Krankenkasse nicht zahlt, als Krankheitskosten und damit als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Dazu zählen auch Heuschnupfen-Medikamente. Außergewöhnliche Belastungen sind allerdings nicht in voller Höhe absetzbar. Erst die Kosten, die eine „zumutbare Belastungsgrenze" überschreiten, können in der Steuererklärung eingetragen werden. Diese Grenze berechnet das Finanzamt für jeden Steuerzahler individuell, nämlich anhand des Jahreseinkommens und Familienstands sowie der Anzahl der Kinder. Das Finanzamt erkennt außerdem nur unmittelbare Krankheitskosten an. Das sind Kosten, die für die Heilung einer Krankheit oder die Linderung ihrer Folgen entstehen. Kosten für die Vorbeugung einer Krankheit können in der Regel nicht abgesetzt werden. Tipp: Wer zum Arzt oder Heilpraktiker fährt oder sich für eine Akupunktur auf den Weg macht, kann die Fahrtkosten ebenfalls als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung eintragen. Dazu zählen auch Fahrten zur Apotheke.

Haftung bei 0900er-Nummern

(dh) Kaufen Kinder ohne das Wissen ihrer Eltern über 0900er-Nummern ein, müssen diese nicht dafür haften. Das urteilte aktuell der Bundesgerichtshof BGH. Damit bleibt es einer Mutter erspart, eine Rechnung von gut 1.250 Euro zu begleichen. Ihr Sohn hatte mit 13 Jahren ein an sich kostenloses Ego-Shooter-Spiel gespielt. Nach dem „kostenlosen Anfüttern“ wurden dem Jungen zusätzliche Ausrüstungsgegenstände für seinen Kämpfer angeboten, die allerdings kostenpflichtig waren, wie der BGH-Vorsitzende erklärte. 

Beim Kauf konnte das Kind dann am PC wählen, ob es etwa mit einer Kreditkarte zahlen wollte oder über das sogenannten Pay-by-Call-Verfahren mit einem Anruf bei einer bestimmten 0900-Nummer. Der Junge wählte diesen Weg, rief die Nummer des Bezahldiensts an und kaufte über Codes des Spieleanbieters in 21 Telefonaten für etwa 1.250 Euro weitere Ausrüstung für seinen Kämpfer. Der BGH entschied nun im Gegensatz zu den Vorinstanzen, dass die Mutter für die Kosten nicht aufkommen muss. Auf ihren Namen läuft der Telefonanschluss.
Das Gericht verwies darauf, dass die Freischaltung der Zusatzausrüstung nicht unmittelbar im Spiel, sondern über die Freischaltung durch den Dienstanbieter erfolgt sei. Deswegen gelte eine gesetzliche Sonderregel im Telekommunikationsgesetz, wonach Telefonanschlussinhaber nicht haften, wenn ihnen „die Inanspruchnahme von Leistungen des Anbieters nicht zugerechnet“ werden kann. Anders sähe es aus, wenn etwa ein pubertierender Junge vom Telefon seiner Eltern eine 0900-Nummer für Telefonsex anwählt. Weil die Gegenleistung innerhalb des Telefonats erbracht wird, müssten die Eltern den Anruf bei solch einer Nummer bezahlen.

Frühjahrsputz absetzen

(dh) Die Kosten für eine Putzkraft für den Frühjahrsputz können von der Steuer absetzt werden. Hierfür gilt: 20 Prozent der jeweils anfallenden Anfahrts-, Arbeits- und Maschinenkosten können geltend gemacht werden - insgesamt bis zu 4.000 Euro im Jahr. Materialkosten werden nicht berücksichtigt, deshalb sollten die verschiedenen Kostenarten in der Rechnung getrennt ausgewiesen werden. Die Rechnungssumme sollte immer überwiesen werden, denn das Finanzamt erkennt keine Barzahlung an.

900 Euro zurück

(RB) 901 Euro - soviel Erstattung erhalten deutsche Steuerpflichtige im Durchschnitt pro Jahr laut Statistischem Bundesamt. Wichtigster Posten in der Steuererklärung sind dabei die Fahrtkosten zur Arbeit.

Alle Fördertöpfe rechtzeitig nutzen

(djd/dh) Nachdem Sanierungsarbeiten z. B. an der Hausfassade bereits fertig gestellt sind, ist kein Antrag auf Förderung mehr möglich - und der Hauseigentümer hat einen vierstelligen Betrag verschenkt. Angesichts der Vielzahl an Fördermöglichkeiten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ist dies kein Einzelfall: Laien ist es kaum möglich, im Förderdschungel den Überblick zu behalten.

Die KfW Bankengruppe sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind als Anlaufstellen für Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen allgemein bekannt. Weniger verbreitet ist die Information, dass auch zahlreiche Bundesländer, Kommunen und Energieversorger eigene Fördertöpfe haben. Und zwar in großer Zahl: Derzeit gibt es bundesweit 3.350 Förderprogramme für energetische Maßnahmen an Gebäuden, das hat ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ergeben. Mehr Informationen unter www.heizkosten-einsparen.de.

Mietpreisbremse - nur reine Theorie?

(djd/dh) Bereits 2015 ist in vielen deutschen Städten und Gemeinden die so genannte Mietpreisbremse in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist, die in angespannten Wohnungsmärkten oft ausufernden Mieterhöhungen zu begrenzen. Allerdings bestehe eine Vielzahl von Ausnahmen. So gilt beispielsweise die Mietpreisbremse nicht für Neubauten, die erstmals nach dem 1. Oktober 2014 vermietet worden sind. Das Gleiche trifft bei umfangreichen Modernisierungen zu und bei Mietverhältnissen, die bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes 2015 bestanden. Vor allem aber lässt sich in der Realität die Mietpreisbremse oft schwer durchsetzen, da alleine der Mangel an Wohnraum den Vermietern in die Hände spielt. Will heißen: Wer endlich eine Wohnung hat, will meist nicht gleich den Vermieter verklagen. Der Gesetzgeber hat daher bereits Nachbesserungen angekündigt, weil die bisherige Regelung ihren Zweck in der Praxis oft verfehlt.

Um die Mietpreisbremse durchzusetzen, muss der Mieter die überzogene Mietforderung rügen. Diese Rüge muss er damit begründen, dass er die ortsübliche Vergleichsmiete - etwa unter Bezugnahme auf den Mietspiegel - festgestellt und daraus dann den zu viel entrichteten Betrag ermittelt hat. Dieser Betrag kann dann nach der Rüge vom Vermieter zurückgefordert werden. Mehr Informationen zum Thema gibt es unter www.iv-mieterschutz.de.