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23.05.2018 - 18:20

 
 

Rahlstedt kämpft für sein Stadtteilzentrum

Rahlstedt kämpft für sein Stadtteilzentrum

(RB) Es geht voran: Die Planungen für ein neues Stadtteilzentrum in Rahlstedt werden konkreter. Am 13. Januar 2018 fand ein Workshop der Stadtentwicklungsgesellschaft „Stattbau Hamburg“ für den Verein „Stadtteilzentrum Rahlstedt e.V.“ im Gymnasium Rahlstedt statt, in dem es um räumliche Ideen und Angebote in einem zukünftigen Stadtteilzentrum ging. Es waren rund 60 Vertreter von regionalen Vereinen, Anbieter von Kursen und von Beratungs- und Unterstützungsangeboten sowie einige interessierte Bürger erschienen.

Es kristallisierte sich schnell heraus, dass die Aufgabe eines Stadtteilzentrums sein müsse, das Rahlstedter Kultur- und Sozialleben in seinem riesigen Potenzial an einem Standort zu bündeln. Dabei sei es ausgesprochen wichtig, dass dieser Standort zentral im Rahlstedter Ortskern liegt: Nur kurze Wege für die Bürger garantieren ein dauerhaftes Leben im Stadtteilzentrum. Weit abgelegen vom Ort des Geschehens ist es sonst außerhalb von Veranstaltungen verwaist. Es ist wichtig, dass Kinder, ältere und gehbehinderte Menschen ohne Probleme und auf kurzen und sicheren Wegen ohne Barrieren das Stadtteilzentrum erreichen.

Für den bereits vorgestellten Standort am Helmut-Steidl-Platz spricht die unkomplizierte Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln. Direkt neben dem Gebäude wird ein neuer Zugang zum Bahnsteig der Regionalbahn (und später der S4) entstehen. Der ZOB Rahlstedt liegt in unmittelbarer Nähe, es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten in drei Parkhäusern und in den Nebenstraßen sowie zahlreiche Fahrradabstellmöglichkeiten.

Durch die Aufwertung des Ortskerns mit dem Stadtteilzentrum als neues Herzstück für alle Bürger und Geschäftsleute erfährt der Ortskern eine Identität und Belebung. Auch für die Ansiedelung neuer Geschäfte würde dieses beitragen.

Unsere gegenwärtig zuständigen Politiker sollten sich erinnern: Die Stadt Hamburg hat Millionen investiert für die Neugestaltung von Helmut-Steidl-Platz, Rahlstedter Bahnhofstraße, Schweriner Straße und Boizenburger Weg/Mecklenburger Straße sowie für einen Starkstromanschluss in der Schweriner Straße und die Umrüstung der Leuchten für eine Weihnachtsbeleuchtung.

Das Stadtteilzentrum mitten im Ortskern zu platzieren ist die einzig richtige Konsequenz, damit diese Investitionen zur Geltung kommen. Ein Bürgerbüro wäre das I-Tüpfelchen und würde dies komplettieren. Ein anderer Standort würde nur wieder Stückwerk bedeuten.

Was nützt ein abgelegener Standort, der zur Folge hätte, dass die Räume nicht ständig genutzt werden? Die Politik befürwortet ein Stadtteilzentrum, erwartet jedoch mit Recht Eigeninitiative. Es wäre hilfreich, wenn sich finanzstarke Unternehmen und Bürger solidarisch zeigen und den Bau dieses Millionenprojektes finanziell unterstützen. Der Verein Stadtteilzentrum Rahlstedt e. V. ist gemeinnützig und darf Spendenbescheinigungen ausstellen.

Es wurden für die Eva in kürzester Zeit 30.000 Euro gesammelt, auch der Flüsterer lässt wohl nicht mehr lange auf sich warten. Wir haben uns die Elbphilharmonie geleistet und Horn hat mit gerade mal 36.000 Einwohnern einen Stadtteilhaus-Neubau für 5,5 Millionen erhalten. Das stark wachsende Rahlstedt mit jetzt schon 92.000 Einwohnern sollte das Projekt auch stemmen können.

Es sollte nicht der Fehler gemacht werden, aus Kostengründen diese einmalige Chance zu verpassen!

Ein tragfähiges Konzept für ein Stadtteilzentrum braucht sowohl wirtschaftlich arbeitende Mieter (darunter auch eine attraktive Gastronomie), die einen Teil der Gesamt-Miete tragen können, als auch ein Konzept für freie Träger. Es müsste also eine Art Solidarmodell mit zusätzlicher öffentlicher Unterstützung entwickelt werden. Es muss eine gesicherte Finanzierung geben, nicht nur für den Bau des Hauses, sondern auch für den laufenden Betrieb und ein Hausmanagement zur Koordination aller Nutzer und Angebote im Haus. Mehrere Rahlstedter Vereine haben regelmäßige Angebote, für die es Raumbedarf gibt. Neben Veranstaltungen, Vorträgen und Ausstellungen, Sport, Beratungsangeboten und Sprechstunden sowie diversen Kursen und Gruppen sollte das Stadtteilzentrum auch Räumlichkeiten für Werkstätten, Bandproben und ein Heimatmuseum und Archiv beherbergen. Darüber hinaus sollte eine offene Raumvermietung für private Veranstaltungen und Feiern sowie eine Showküche ermöglicht werden.

In den Arbeitsgruppen des Workshops und im anschließenden Plenum zeigte sich, dass es neben den bereits von dem Verein entwickelten Visionen eine Reihe neuer Impulse gab, die das vielfältige Angebot eines Stadtteilzentrums noch wesentlich bereichern könnten. (Foto: Ewert)

Visualisierung der konkreten Pläne

Dokumentation Workshop Stadtteilzentrum Rahlstedt

Dokumentation Workshop Stadtteilzentrum Rahlstedt