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23.05.2018 - 18:14

 
 

Initiativen- und Leserbriefe

Zuschriften zum Thema: S4 - Bau einer S-Bahnstrecke von Bad Oldesloe bis Hamburg

Leserbrief zum Artikel vom 17.12.2016 veröffentlicht im Hamburger Abendblatt, Region Stormarn: „LINIE S4 – Lärmschutzwände könnten Ahrensburg zerteilen“

Die Verkehrsexperten von Hamburg und Schleswig-Holstein haben aus der Pleite mit der Elbvertiefung nicht gelernt. Der Vorsitzende Richter, Herr Nolte, am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, hat der Elbvertiefung nicht stattgegeben, sondern sprach von Etikettenschwindel, weil die  Planungsunterlagen nicht stimmig waren.

Bei uns wird ebenfalls Etikettenschwindel betrieben, wenn man nur vom Bau der S4 spricht, das Unangenehme für die Bevölkerung, Betroffene Grundeigentümer, nämlich den zusätzlichen Gleisbau für den EU-Gütertransitverkehr, nicht erwähnt. Die Schnellbahnverbindung (S4) von Hamburg-Bad Oldesloe  ist nun mal für die Bevölkerung der Traum und da gibt es nur Befürworter, aber kommen dazu die mindestens  78 lauten Güterzüge ins Gespräch, würde die ganze Hoffnung der Planung zusammen fallen. Hier ist der Etikettenschwindel sehr deutlich, weil die Wahrheit mit der ganzen Planung hinter dem Berg gehalten wird.

Für die S4, die auf der Nordseite fahren soll, braucht man in keiner Weise 6 Meter hohe Lärmschutzwände. Wenn wir alle die Alternativstrecke unterstützen, damit die TEN-Strecke nicht durch dicht besiedelte Wohngebiete führt, natürlich auch um  die gewaltigen Einschnitte in das Privateigentum zu verhindern, brauchen wir Ihre Unterstützung, um vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen zu können. Lassen Sie sich nicht alle irritieren, setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Nur gemeinsam sind wir stark. Die Lärmschutzwände sind einzig und alleine für die neuen TEN-Gleise gedacht, hier offenbart sich der Etikettenschwindel.

Für den Bau einer S-Bahn durch Wohngebiete sind keine Lärmschutzwände erforderlich, da die für Wohngebiete gesetzlich vorgeschriebenen Lärm-Grenzwerte von 59 bzw. des Nachts von 49 Dezibel durch den Betrieb einer S-Bahn-Strecke in keiner Weise erreicht werden!

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig spricht am Beispiel Elbvertiefung offen vom praktizierten Etikettenschwindel Hamburgs, um Interessen der Hafenwirtschaft gegen Wähler und Umwelt-schutz durchzusetzen. Auch bei der S4 begehen Hamburg und NAH.SH Etikettenschwindel: Ist es vielleicht die Angst vor der Wahl 2017 ???

Auf der Südseite sind für das Errichten zweier zusätzlicher Gleise für den transeuropäischen Güterverkehr (TEN) mit seinen Hochgeschwindigkeitsschwerlastzügen und Risikotransporten aus Skandinavien auf der gesamten Strecke über Eingriffe in das Privateigentum mit Enteignungen von bis zu 16 Metern Tiefe vorgesehen. Um diesen Eingriff zu vermeiden, hat die BI zusammen mit dem VCD Deutschland einen Vorschlag eines Alternativ-Planes vorgelegt. 

Durch das Zentrum Ahrensburgs wird also zusätzlich der S4 der TEN geführt und dann müssen selbstverständlich die sechs Meter hohen Lärmschutzwände errichtet werden. Auch Risikotransporte gehören dann (jeder 7 Bahn-Wagon) zum Stadtbild von Ahrensburg.

Hamburg, den 22.12.2016, Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck e. V., Der Vorstand Claus-Peter Schmidt, 1. Vorsitzender

Betr.: Außenherum statt mitten durch die Gärten - Hamburg, d. 03.12.2016

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Ferlemann!

Die feste Fehmarnbelt- Querung (FFBQ) wird mehr Güterzüge bringen. Anwohner wundern sich, dass Hamburg diese durch dichtbesiedelte Wohngebiete fahren lassen will. Das provoziert Verzögerungen durch Klagen gegen Lärm, Erschütterungen sowie Enteignungen. Mit dem VCD zeigen wir Alternativen auf und fordern diese zu prüfen sowie das S 4-Planfeststellungsverfahren zu stoppen.

Da der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) im Schienenverkehr aber nur den Fernverkehr im Blick hat, planen die für den Nahverkehr zuständigen Länder Hamburg und Schleswig-Holstein zwei zusätzliche Gleise für die S4. Für die Mitfinanzierung durch den Bund fehlen aber noch detaillierte Pläne, die die Länder jetzt erarbeiten.

Uns allen ist klar: Zwischen Hamburg u. Bad Oldesloe drängeln sich schnelle RE und Fernzüge mit langsamen Nahverkehrszügen. Güterzüge machen es noch enger. Zusätzliche Gleise sind dringend nötig, um den Knoten zu lösen und die Schiene insgesamt zu stärken. Zwei neue Gleise bedeuten für uns Anwohner aber, dass wir bis zu 16 Meter unserer Gärten verlieren sollen und sechs Meter hohe Lärmschutzwände anstarren müssen. Diese sind für Neubaustrecken in Wohngebieten vorgeschrieben. Wie kann die Politik den Frevel zulassen?! Die Aufgabe unserer Politiker sollte doch sein, die Bevölkerung vor unnötigem Lärm zu schützen, welche europäische Hauptstadt lässt ohne besonderen Grund tonnenschwere Güterzüge durch seine Stadt leiten, aber unsere Politiker kaufen sich den Lärm regelrecht ein. Das Umweltministerium stuft solchen Lärm als Körperverletzung ein, es wird immer mehr darauf geachtet, unnötigen Lärm zu vermeiden.

Solange der Bau zweier neuer separater Gleise Hasselbrook-Ahrensburg nur 380 Mio. Euro kosten sollte, sahen wir ein, dass das Allgemeinwohl besserer Verbindungen, vor dem Eigennutz steht. Schließlich ist die Schiene das wesentliche Instrument für Umwelt-, Klima- und Sicherheitsziele im Verkehr. Inzwischen aber knackte die S4 die Milliardengrenze. Der gesunkene Nutzen-/Kostenindex und das damit gesunkene Allgemeinwohl macht die Untersuchung von Alternativen geradezu zwingend. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) unterstützt unsere Überlegungen zur S4 und spricht sich auch für eine Verlagerung von Personen- und Güterverkehr auf die Schiene aus. Dies muss mit einem Ausbau an Netzkapazitäten verbunden werden, der möglichst im Einklang mit den Belangen von Anwohnern erfolgen sollte.

Auf einer Konferenz „Schienengipfel 2016 - die Politik ist am Zug“ am 9.11.2016 in Berlin haben wir mit den  Verkehrs,- Wirtschafts- und Umweltpolitikern  der SPD-Bundestagsfraktion  das Impulspapier „Schienenpakt 2030“ mit 19 verschiedenen Maßnahmen  andiskutiert.

Ein wichtiger Punkt aus der Maßnahme 4 betrifft genau unsere Situation, es heißt dort: „Zitat“

„Um zeit-und bedarfsgerecht die Projekte im europäischen Schienenverkehrsnetz zu realisieren, sind transparente Planungsprozesse und der frühzeitige Dialog mit allen (mittelbar und unmittelbar) Betroffenen notwendig.  Dabei muss ein ausgewogener Interessenausgleich mit den Anwohnerinnen und Anwohnern erreicht werden. Die Berücksichtigung der örtlichen Wünsche nach zusätzlichem baulichen Lärmschutz und alternativer Trassierung ist häufig mit einem signifikanten Anstieg der Baukosten verbunden. Das macht eine Abwägung zwischen der von der Bundeshaushaltsordnung (BHO) geforderten Wirtschaftlichkeit und dem Schutz von Mensch und Umwelt durch den Deutschen Bundestag notwendig. Wir streben bei Ausbauprojekten an den Verkehrskorridoren des TEN-Kernnetzes in Deutschland mit besonders regionaler Betroffenheit eine frühe Bürgerbeteiligung in den Planungsprozessen an. Darüber hinaus muss ein strukturiertes Verfahren entwickelt werden, in dem das Ergebnis der frühen Bürgerbeteiligung automatisch dem Deutschen Bundestag vorgelegt wird. Der Gesetzgeber muss dadurch die Möglichkeit erhalten, im Einzelfall für das weitere Planungsverfahren über begründete alternative Trassierungen zu entscheiden.“

Dieses Impulspapier kommt für uns wie gerufen, denn nichts von dem, was dort jetzt gefordert wird, ist bei uns so abgelaufen. Nicht einmal fanden mit den unmittelbar Betroffenen detaillierte Gespräche bezüglich der für den Bau benötigten Grundstücke und Entschädigungen statt. Das Bundesverwaltungsgericht, das wir mit Sicherheit einschalten werden, wird prüfen, ob die erheblichen Eingriffe in das Privateigentum mit dem Alternativ-Konzept vermeidbar werden. Unsere BI hat mit dem VCD-Landesverband Hamburg ein Konzept entworfen, das die S 4 realisiert und gleichzeitig Güterzüge um die dicht besiedelten Wohngebiete in Hamburgs Osten herumführt und dadurch noch  mehrere hundert Millionen Euro eingespart werden können. Die wahre Absicht der Trassenneubauten wird den Bürgern verschleiert und als Nahverkehrsprojekt ausgegeben, um die S4 mit zu finanzieren.

Wir wünschen uns mit diesem Alternativkonzept eine nachhaltige Planung, um eine großräumige Betrachtung zu erreichen. Es bringt auf die nächsten Jahrzehnte für viele Ortschaften erhebliche Vorteile, die sie alle so schnell nicht wiederbekommen. Wir befinden uns im Wahljahr 2017 und publizieren das Alternativkonzept, weil wir davon überzeugt sind, dass diese, unsere Alternative, die bessere Investition ist, als die bisher beabsichtigte einfallslose, starre, zweigleisige Gütertrasse. Wir denken natürlich auch an die Pendler, Herr Senator Kerstan wird sich freuen, über die Entlastung von CO2 und Feinstaub in der Stadt.

Bei dieser jetzigen Planung steht das Allgemeinwohl hinten an, Eingriffe in das Privateigentum stehen völlig hinten an, denn nur diese Variante ist bei den Hamburger Politikern gewollt, koste es was es wolle. Der Bürger findet bei diesen Hamburger Politikern keine Berücksichtigung und wird es bei  der Wahl 2017 dementsprechend  bewerten. Noch ist nichts gebaut und die Verzögerung der festen Fehmarnbelt-Querung verschafft uns Zeit, die beste Lösung für die Metropolregion zu finden. Wir sind mehr als 100 Betroffene Anlieger und wollen notfalls vor dem BVerwg in Leipzig klagen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Alternativ-Strecke zu planen, die vor allem eine nachhaltige, moderne zukunftsorientierte Planung darstellen und für das Wohl künftiger Generationen sorgen soll. Zunächst ist ein eingleisiger Ausbau für die Güterzüge ausreichend, der die Möglichkeit aber auch bietet, jederzeit erweitern zu können. Diese Varianten sind erheblich günstiger, als der stupide, ideenlose zweigleisige Ausbau, der erheblichen Ärger und Lärm mit sich bringt. Wir denken ebenfalls an eine Ausfädelung in Reinfeld, Bad Oldesloe, Bargteheide oder auch an anderen Stellen, wie z.B. parallel zur Autobahn A1, so wie es in Ost-Holstein geplant ist. Auch hierdurch gibt es schon eine erhebliche Einsparung mit dem Lärmschutz und zudem keine 6 Meter hohen Lärmschutzwände durch Wohngebiete, wer übernimmt hierfür eigentlich die Verantwortung?

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck e. V., Der Vorstand Claus-Peter Schmidt, 1. Vorsitzender

Zuschriften und Berichte zum Thema "Victoriapark" / Rahlstedt 131 / "Große Heide"

Viktoriapark: Bürgerbegehren erneut abgelehnt

Gegen die Ablehnung des Bürgerbegehrens „Kein Rahlstedt 131“ durch das Bezirksamt Wandsbek hatte die Bürgerinitiative Ende November fristgerecht Widerspruch eingelegt. Auch der Widerspruch wurde abgelehnt. In der schriftlichen Begründung argumentiert die Finanzbehörde, dass es sich bei dem geplanten Gewerbepark um ein interkommunales Bauprojekt handle und bei länderübergreifenden Angelegenheiten ausschließlich der Senat  entscheidungsberechtigt sei.

Nach Auffassung der Bürgerinitiative ist das geplante Gewerbegebiet Viktoriapark nur der Anfang einer riesigen Umweltzerstörung in der Rahlstedter und Stapelfelder Feldmark bis nach Barsbüttel. Das nächste Bauprojekt mit dem irreführenden Namen „Große Heide“ wird bereits geplant.

Am 20. Januar, Beginn 17.15 Uhr, ist eine Veranstaltung in der Grundschule Neurahlstedt, Rahlstedter Straße 190, vorgesehen. Das Bezirksamt Wandsbek und die Gemeinde Stapelfeld wollen Ergebnisse einer landschaftsplanerischen Bestandsanalyse und erste Ideen vorstellen. Weitere Veranstaltungen und Workshops im kleinen Kreis sollen folgen.

Martina Schwarte, Vertrauensperson der Bürgerinitiative: „Die Bürger werden informiert und zur Einbringung von Ideen aufgefordert, damit es später heißen kann, die Bürger haben zugestimmt. Ich glaube, die Menschen sind klug genug, sich nicht für dumm verkaufen zu lassen. Natur können wir weder verschönern noch aufwerten. Wir können sie nur schützen.“

Die Bürgerinitiative „Kein Rahlstedt 131“ wird ihren Widerstand gegen den Gewerbepark fortsetzen. Für den 16. Januar 2017 ist das nächste Treffen in Großlohe geplant.

Informationen gibt es unter: www.rahlstedt131.de oder antivictoriapark.wordpress.com

Widerspruch der Bürgerinitiative

(RB) Nachdem das Bezirksamt Wandsbek das Bürgerbegehren gegen das Bebauungsplanverfahren Rahlstedt 131 für unzulässig erklärt hat (der RUNDBLICK berichtete), hat die Bürgerinitiative am 24. November kurz vor Fristablauf einen Widerspruch eingereicht.

In Rahlstedt, besonders in Großlohe, gibt es weiterhin großen Widerstand gegen das geplante Gewerbegebiet. Auch Naturschutzverbände sprechen sich vehement gegen die Pläne aus. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen mindestens 6.700 erforderliche Unterschriften gegen das Gewerbegebiet Viktoriapark sammeln.

Das Bezirksamt hatte als Begründung für die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens einen Beschluss des Senats angeführt, in dem der Bezirk angewiesen wurde, das Bebauungsplanverfahren Rahlstedt 131 zügig durchzuführen. Nach Auffassung der Bürgerinitiative bindet die Senatsanweisung zwar das Bezirksamt, nicht aber die Bezirksversammlung. Nach § 32 (1) BezVG können die wahlberechtigten Einwohner eines Bezirkes in allen Angelegenheiten, in denen die Bezirksversammlung Beschlüsse fassen darf – und Bebauungspläne gehören dazu - ein Bürgerbegehren bzw. einen Bürgerentscheid beantragen, heißt es in dem Widerspruch.

Dazu Martina Schwarte, Vertrauensperson des Bürgerbegehrens: „Bebauungspläne werden im Bezirk von den parlamentarischen Gremien entschieden. Wir haben kein Verständnis dafür, dass durch eine Anweisung aus dem Hamburger Rathaus die Bürgerbeteiligung vor Ort ausgehebelt wird. Alle Parteien führen das Wort Bürgerbeteiligung ständig im Munde. SPD und Grüne setzen sich in Wandsbek eindeutig darüber hinweg.“

Das Bürgerbegehren soll folgende Fragestellung enthalten: „Sind Sie für den Erhalt der Grünflächen und der gewachsenen Kulturlandschaft zwischen Rahlstedt und Stapelfeld und gegen das Bebauungsplanverfahren Rahlstedt 131 mit dem geplanten Gewerbegebiet?“ Mehr Informationen über die Arbeit der Bürgerinitiative unter: www.rahlstedt131.de.

Bezirksamt Wandsbek erklärt Bürgerbegehren für unzulässig

Am 21.10.2016 hatte die lokale Bürgerinitiative das Bürgerbegehren „Kein Rahlstedt 131“ – nach dem Namen des Bebauungsplanverfahrens - beim Bezirksamt Wandsbek eingereicht.

Jetzt erhielt die Initiative die schriftliche Nachricht, dass das Bürgerbegehren unzulässig sei. Der Senat habe das Verfahren an sich gezogen und dem Bezirk eine Weisung erteilt, das Bebauungsplanverfahren mit dem Ziel einer gewerblichen Ausweisung zügig durchzuführen. Damit wird auch der Bezirksversammlung Wandsbek das Entscheidungsrecht entzogen.

Dazu Jörn Napp von der Bürgerinitiative: „Mit dieser Entscheidung hebelt der rot-grüne Senat die Mitspracherechte des Bezirks und der Bürger massiv aus. Es kann nicht sein, dass der Senat der Bezirksversammlung Wandsbek, immerhin der Vertretung von über 400.000 Einwohnern, die Entscheidung entzieht. Wir werden den Bescheid prüfen und evtl. Widerspruch einlegen. Bürgerrechte und Bürgerbeteiligung müssen auch von diesem Senat ernst genommen werden.“

 Gegen das geplante Gewerbegebiet gibt es seit dem Frühjahr in Rahlstedt und insbesondere in Großlohe erheblichen Widerstand. Im Sommer konnten Mitglieder der Bürgerinitiative innerhalb von 3 Monaten knapp 1.900 Unterschriften gegen das Gewerbegebiet sammeln.
Die Bürgerinitiative befürchtet weitere Aufkäufe für Gewerbeansiedlungen. Wolfgang Trede, Sprecher der Initiative, hatte die Parteien in der Bezirksversammlung Wandsbek am 15.09. in ihrer Sitzung gefragt, ob die Abgeordneten von geplanten, bereits umgesetzten oder aktuellen Aufkäufen von weiteren ca. 1.000 ha (10 Mio. qm) bis nach Barsbüttel wüssten. Die Antwort war: Nein.

Die Bürgerinitiative will weiter gegen das Gewerbegebiet und gegen die Zerstörung der Kulturlandschaft im Hamburger Osten kämpfen. Naturschutzverbände und politische Parteien haben ihre Unterstützung zugesagt.

Bürgerbegehren gegen Gewerbepark

Nach mehreren Anläufen wurde am 21.10.2016 ein Bürgerbegehren mit dem Titel „Kein Rahlstedt 131“ beim Bezirksamt Wandsbek eingereicht. Dazu Mit-Initiator Jörn Napp: „Nach ersten Überlegungen, das Bürgerbegehren Mitte August zu starten, hatten die Befürworter des Gewerbeparks versucht, die junge Bürgerinitiative von ihrem Vorhaben abzuhalten. In Gesprächen mit Einzelpersonen wurde versucht, das Projekt „schön zu reden“. Auch vom Bezirksamt wurde sehr frühzeitig das Signal ausgeschickt, dass der Senat in diesem Fall wohl Einfluss nehmen und damit das Bürgerbegehren als nicht zulässig erklärt werden würde.“

Die Fragestellung für das Bürgerbegehren lautet: „Sind Sie für den Erhalt der Grünflächen und der gewachsenen Kulturlandschaft zwischen Rahlstedt und Stapelfeld und gegen das Bebauungsplan-Verfahren Rahlstedt 131 mit dem geplanten Gewerbegebiet?“

Erklärt das Bezirksamt das Begehren für zulässig, haben die Antragsteller sechs Monate Zeit, um ca. 6.636 gültige Unterschriften beizubringen. Danach kann die Bezirksversammlung dem Bürgerbegehren zustimmen oder es wird ein Bürgerentscheid unter allen wahlberechtigten Einwohnern des Bezirks durchgeführt.

Nach Ansicht der Initiative ist der Bebauungsplan Rahlstedt 131 mit dem Gewerbegebieten Victoria- und Minervapark abzulehnen. Der Flächenverbrauch mit ca. 265.000 qm sei massiv, die Beeinträchtigung der Pflanzen- und Tierwelt gravierend, die Verkehrsbelastung erheblich.

Jörn Napp: „Käme dieses Gewerbegebiet, könnten die hartnäckigen Gerüchte einer späteren „Verlängerung“ bis Barsbüttel mit bis zu ca. 1.000 ha schnell zur Realität werden.“

Leserbrief (gekürzt) zum Artikel „Neue Gewerbeflächen in Rahlstedt“, RUNDBLICK Ausgabe vom 24./25. Juni 2016

Ich erhebe Einspruch gegen ein neues Gewerbegebiet im Bereich Rahlstedt-Großlohe (Bebauungsplan Rahlstedt 131). Gründe:
1. Es besteht kein wirklicher Bedarf dafür, da es noch immer Leerstand in den schon bestehenden Gewerbegebieten (Neuer Höltigbaum, Merkurpark u.a.) gibt.
2. Uns wird vorgegaukelt, dass die vorgesehenen Flächen 'landschaftlich aufgewertet würden'. Natur kann man ganz sicher nicht AUFWERTEN, höchstens die SCHÄDEN so gering wie möglich halten! Weiterhin wird das in der Nähe befindliche Naturschutzgebiet 'Stapelfelder Moor' beeinträchtigt und sehr seltene Tiere, die hier heimisch sind, in ihrer Existenz gefährdet. Hier gibt es nicht nur Rehe und viele seltene Vögel, sondern Rothirsche und sogar Dachse!
3. Hier wird den Forderungen schon vorhandener Investoren und eventuell auch schon Mietern (es soll sogar schon fertige Bebauungspläne geben!?) Vorschub geleistet, obwohl die Planung noch keinesfalls rechtlich gesichert ist. Für mich tut sich die Frage auf, welche Versprechungen von Seiten der Investoren schon gegeben wurden, wenn dieses Gewerbegebiet durchgesetzt wird, koste es, was es wolle?
4. Da sich ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen abzeichnet, wird über kurz oder lang der Ring 3 doch noch gebaut werden. Die Flächen dafür sind zwar jetzt als 'Ausgleichsflächen' vorgesehen, aber dieser Begriff bedeutet in unserer Stadt absolut nichts, wie wir gerade sehen dürfen, denn der Victoria Park soll ja auch auf so einer Fläche errichtet werden.
5. Da die Energieversorgung der neuen Betriebe ebenfalls durch die Müllverbrennungsanlage Stapelfeld gewährleistet werden soll, wird es einen weiteren und stark erhöhten Mülltourismus geben. Dieser ist jetzt schon vorhanden, da die Stadt Hamburg und Stormarn nicht genug Müll zum Verbrennen produzieren, wird schon jetzt Müll z.B. aus England herangeschafft. Es kann nicht angehen, dass auch hiermit die Anwohner dieser Region noch zusätzlich belastet werden.
6. Die angeblich entstehenden Arbeitsplätze werden die unumgänglichen drastischen Umweltschäden nicht aufwiegen können, zumal diese zum größten Teil gar nicht auf Hamburg entfallen werden, sondern, wie heute schon bei den anderen Gewerbegebieten, auf das gesamte Umfeld bis weit nach Schleswig-Holstein oder gar Mecklenburg-Vorpommern hin.
Die Beamten und die Politiker sind verpflichtet, zum Wohle der Bevölkerung zu handeln. Bei der Anhörung wurde deutlich, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung gegen diesen Bebauungsplan ausspricht - Das sollte berücksichtigt werden!

Inzwischen scheint die tatsächliche Lage noch erheblich dramatischer zu sein, als bisher angenommen, denn es hat den Anschein, als wäre diese Gewerbegebiet nur der erste kleine Schritt zu einem riesigen Gebiet, das sich von uns bis über Möbel Höffner an der A1 bis zum Autobahndreieck A1 / A 24 erstrecken würde!
Einige große Immobilienhändler sind offensichtlich schon dabei, in großem Stil Ländereien auf diesem Areal aufzukaufen, um später einen großen Profit daraus zu ziehen! (J. Napp)

Zuschriften und Berichte zum Thema "Bahnübergang Pulverhofsweg"

Zum Leserbrief Thema Bahnübergang Pulverhofsweg

Sehr geehrter Herr Buschhüter,
ich finde es toll, das der Bahnübergang, wenn auch nur von Bargteheider Str. zur Rahlstedter/Tonndorfer Haupstr. wieder als Einbahnstrasse geöffnet wurde, jedoch hätte ich mir gewünscht, das in beide Richtungen wieder freigegeben wird. Habe Nachmittags immer im Stau auf der Bargteheider Str. gestanden um in Richtung Bahnhof rechts in die Scharbeutzer Str, einzubiegen. Deshalb wohl auch der Sinneswandel den Bahnübergang in Richtung Tonndorfer Hauptstr. wieder zu öffnen um die Bargteheider Str. zu entlasten.
Ich hoffe das Sie jetzt merken das der Bahnübergang unentbehrlich für den KFZ. Verkehr ist.
Ingo Kittendorf    22.9.2016

Dazu Ole Torben Buschhüter:

Sehr geehrter Herr Kittendorf,
der Bahnübergang Am Pulverhof wird wieder vollständig für den Verkehr freigegeben, sobald die Umleitungsstrecke für die einseitig gesperrte Scharbeutzer Straße aufgehoben wurde. Das wird voraussichtlich im Laufe des Oktobers der Fall sein. Mit der Aufhebung der Umleitungsstrecke wird der Rechtsabbiegeverkehr in der Beziehung Bargteheider Straße/Scharbeutzer Straße (Richtung Polizei) wieder spürbar abnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
22.9.2016

Leserbrief Sperrung des Bahnübergangs

Warum ist der Bahnübergang Am Pulverhof gesperrt? Die Schranken funktionieren und Fußgänger und Fahrradfahrer dürfen diesen auch benutzen. Warum Autos nicht? Gerade weil im Moment überall gebaut wird, ist dieser Übergang für Autos sehr wichtig. Ich bin auch mit der Planung in der Zukunft nicht einverstanden, bei der nach Ausbau der Bahnstrecke auf vier Gleise dieses nur noch Fußgängern gestattet werden soll.

I. Kittendorf 18.7.2016


Dazu Ole-Thorben Buschhüter (SPD), an den der RUNDBLICK die Anfrage weitergeleitet hatte:

Der Bahnübergang ist derzeit für Kfz gesperrt und nur von Fußgängern und Radfahrern passierbar. Die Sperrung des Bahnübergangs für Autos hat ihre Ursache in der Sperrung der Scharbeutzer Straße, wo zwischen Bargteheider Straße und Rahlstedter Weg seit Mai und noch bis Oktober Straßenbauarbeiten stattfinden. Wegen dieser Straßensperrung wird der Verkehr zwischen Rahlstedt und Farmsen über Stein-Hardenberg-Straße/Am Pulverhof/Rahlstedter Weg umgeleitet, in den ersten Wochen (Vollsperrung der Scharbeutzer Straße) in beide Richtungen, seit Anfang letzter Woche noch in Richtung Rahlstedt (Teilsperrung der Scharbeutzer Straße). Durch die Sperrung des Bahnübergangs ist die Durchlassmenge in der Eckbeziehung Stein-Hardenberg-Straße/Am Pulverhof größer, die Umleitungsstrecke somit leistungsfähiger.
Im Falle des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke (Projekt S4) muss der höhengleiche Bahnübergang zwingend zurückgebaut werden. Er wäre ohnehin praktisch nutzlos, weil er nahezu die gesamte Zeit geschlossen sein müsste. Aufgrund der sehr engen Platzverhältnisse, der hohen Baukosten, aber nicht zuletzt auch, weil die vorhandenen nächsten Querungen Scharbeutzer Straße und Sonnenweg sehr leistungsfähig sind, soll an dieser Stelle im Zuge der Realisierung der S4 nur eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, mitsamt Zugang zur neuen Haltestelle Pulverhof geschaffen werden. Planungen aus den 1960er Jahren, den Straßenzug Charlottenburger Straße, Auerhahnweg, Pulverhof, Rahlstedter Weg als Teil einer groß angelegten Ringstraße von Steilshoop nach Billstedt auf bis zu 27 Meter Breite auszubauen (mitsamt Lückenschluss zwischen Feldlerchenweg und Ellerneck) werden schon seit vielen Jahren nicht mehr weiterverfolgt. Die aktuelle Sperrung zeigt, dass der Bahnübergang für den Kfz-Verkehr entbehrlich ist.

Ole Thorben Buschhüter 19.7.2016


Hallo Herr Buschhüter,

für mich ist es nicht logisch, dass im Zuge der Sperrung der Scharbeutzer Straße auch der Bahnübergang gesperrt wurde, denn dieser hätte für Entlastung des Verkehrs an der Tonndorfer Hauptstraße, Sonnenweg, Bargteheider Straße und auch Scharbeutzer Straße und Bargteheider Straße gesorgt. Viele Bürger mussten diese beiden Umwege mit mehr Kilometern nutzen, was zu den Hauptverkehrszeiten immer sehr viel Geduld im Stau erforderte. Dieses wird sich auch nicht ändern, wenn die Scharbeutzer Straße wieder in beide Richtungen frei ist.
Deshalb glaube ich, dass dieser Bahnübergang wichtig für Rahlstedt und seine Bürger ist. Ich habe jedoch die Hoffnung, dass die Planung der S4 mehrere Jahre dauern wird, weil die gesamte Bahnstrecke ja verbreitert werden muss. Dieses stelle ich mir sehr schwierig vor.

I. Kittendorf

Streit um Radler auf der Straße

Zu unserem gleichnamigen Artikel in unserer Ausgabe vom 27./28. Mai 2016 haben wir einige Leserbriefe erhalten. Hier eine Auswahl:

Mit Bestürzung habe ich wahrgenommen, dass die „frisch renovierte" Rahlstedter Straße, auf der die Radwege teils auf die Fahrbahn verlegt wurden, an der Bushaltestelle Wilhelm-Grimm-Straße Richtung Innenstadt einen besonderen Gefahrenpunkt birgt. Die Fahrrad-Spur mündet in der Bushaltestelle. Hält dort ein Bus, werden die Radfahrer (übrigens viele Schüler des Gymnasiums Scharbeutzer Straße) dann auf die Fahrbahn in den fließenden Autoverkehr ausweichen, um an dem Bus vorbeizukommen. Nach der Bushaltestelle führt der Radweg dann wieder am Fahrbahnrand weiter.

Da muss ich mir die Frage stellen, ob die Planer dieses Umbaus jemals auf dem Rad unterwegs sind. Aber das ist nicht die einzige Fehlplanung in Rahlstedt / Meiendorf. Man kann da nur mit dem Kopf schütteln. (U. Meister)

Vielen Dank für die Möglichkeit, mal meine Meinung zu dem Thema auszudrücken. Ich habe kein Auto, muss alle meine täglichen Geschäfte mit Rad machen. Ich finde, Volksdorf ist einer der fahrradfeindlichsten Flecken der Stadt, vor allem was den Ortskern um die Claus-Ferck-Straße, die Verkehrsstraßen drum herum und Uppenhoff anbetrifft. Da sind die Straßen und Plätze nur für Autofahrer und Fußgänger gebaut. Es gibt keine Radfahrerwege: die Fußgänger wollen nicht, dass man als Radfahrer auf dem Fußweg fährt, die Autofahrer überholen, fahren schnell, hupen, parken raus und rein, ganz wie es ihnen in den Sinn kommt. Und zu Marktzeiten potenziert sich das ganze.

Für Freizeitradler gibt es zwar die Möglichkeit, sich schön um Volksdorf herum zu bewegen, aber wehe dem, der auf das Fahrrad als Transportmittel angewiesen ist.

Eine Möglichkeit, den Verkehr dort etwas zu entspannen, fahrradfreundlicher zu gestalten, wäre es, wenn nur noch Tempo 30 rund um den Ortskern und in der Claus-Ferck-Straße gefahren werden dürfte und dies auch gut kontrolliert werden würde. Eine zweite gute Sache wäre es, wenn die Parkplätze in der Claus-Ferck-Straße und im Uppenhoff sehr reduziert werden würden (einreihig, hintereinander) mit Verweis auf die beiden Parkhäuser und es würde helfen, wenn eine Möglichkeit geschaffen werden würde, die Weiße Rose mit dem Fahrrad fahrender Weise zu durchqueren.

Aber die werten Herrschaften, die das entscheiden, sitzen alle im Auto und sehen nur ihre Interessen und Bedürfnisse. (H. Schunk)

Mit dem Senatsziel, die Radler auf die Straße zu schicken, sind diese voll in den Straßenverkehr integriert und damit den Auto-/Motorradfahrern gleichgestellt. Als Autofahrer habe ich sehr häufig den Eindruck, dass den Radlern die StVO wenig oder gar nicht vertraut ist (falsche Straßenseite, Einbahnstraße entgegenkommend, ohne anzuhalten mit Tempo über Zebrastreifen).

Damit sich diese vorschriftsmäßig und damit sicherer bewegen können, sollte auch von den Radlern das Ablegen der theoretischen Prüfung ein MUSS sein. So, denke ich, werden die vorhandenen Probleme ein klein bisschen gemildert – oder? (Anonym)

Der Radweg in den Spitzbergenweg in Meiendorf wird nach der Kurve (des Kreisverkehrs, Anm. d. Red.) auf die Straße geleitet und endet hier ohne weiße Linie, da sich die Fahrbahn verjüngt. Rechts kommt eine Pkw Parklücke, wo oft der letzte über die Linie ragt. Hinter mir ein Bus, dem auch noch einen Bus entgegen kam, der ebenfalls an parkenden Pkw vorbei musste. Ich konnte nur noch halten - hier muss unbedingt der vorhandene Radweg wieder angegliedert werden – der Bürgersteig ist breit genug! (E. Kanieß)

Ich stelle fest, dass den Radlern die Straße vollkommen egal ist, da sie fast alle nur auf den Gehwegen (natürlich in beiden Richtungen) unterwegs sind – auch wenn es den markierten roten Radlerstreifen auf dem Gehweg gibt –, sowie auch an den Kreuzungen mit Ampel für Fußgänger.

Innerhalb von sechs Tagen bin ich fünf Mal von Radlern auf dem Gehweg Rahlstedter Weg neben den Caritas-Gebäuden sowie im Wald (Verbindungsweg zum Wiesengrund) angefahren worden! Laut Polizei der Verbindungsweg durch den Park kein ausgewiesener Radweg, und folglich müssten die Radler ihr Rad schieben!

Auch an der Ampelkreuzung Berner Heerweg/Rahlstedter Weg „eiern“ Radfahrer in beiden Richtungen zwischen den Fußgängern, obwohl für sie ein separater Radfahrstreifen markiert ist. Sogar im U-Bahnhof Farmsen wird bis an die Rolltreppe mit dem Rad gefahren, auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum würde man am liebsten bis an die Ladentür radeln. Fußgänger müssen überall beiseite springen! (Anonym)

Handelskammer zum „Bündnis für den Radverkehr“

(RB) Zum vom Senat vorgestellten „Bündnis für den Radverkehr“ äußerte sich Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg: „Bei aller Wertschätzung der Förderung des Radverkehrs als Teil des Mobilitätsmixes: Wir finden es ziemlich ungewöhnlich, dass der Senat zur Umsetzung dieser Politik ein ‚Bündnis mit der eigenen Verwaltung‘ schließt. Es wäre besser, wenn er eine Allianz mit den Institutionen und Verbänden vereinbaren würde, für deren Mitglieder die Mobilität in der Stadt überlebenswichtig ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass es in der Logistikmetropole Hamburg auch zu optimalen Lösungen für den Fahrradverkehr kommt.“

Bereits am 8. Juni hatte Schmidt-Trenz bei der Diskussionsveranstaltung „Radverkehrspolitik in Hamburg – Kommt die Mobilität unter die Räder?“ in der Handelskammer an den Senat appelliert, die derzeit geplanten Maßnahmen nochmals auf den Prüfstand zu stellen und dabei die Anforderungen der Wirtschaft zu berücksichtigen. Der Senat habe Bündnisse wie für Arbeit und Beschäftigung in der Vergangenheit immer mit den relevanten Gruppen der Gesellschaft geschlossen. Zudem sei die Mehrheit der Wirtschaft der Auffassung, Fahrradwege gehörten im Falle von Hauptstraßen auf das Hochbord und nicht auf die Fahrbahn.

„Es muss nun darum gehen, zügig verbindliche Grundsätze für die Radverkehrspolitik im Einvernehmen mit den Organisationen aller Mobilitätsteilnehmer festzulegen“, so Schmidt-Trenz. „Wir haben hier nach wie vor Gesprächsbedarf.“

Handelskammer: Wirtschaftsverkehr bei Radverkehrspolitik nicht ausreichend berücksichtigt

(RB) Am 8. Juni diskutierten etwa 100 Unternehmer und Verkehrsexperten bei der Diskussionsveranstaltung „Radverkehrspolitik in Hamburg – Kommt die Mobilität unter die Räder?“ in der Handelskammer. Ergebnis: Die Hamburger Wirtschaft sieht es mit Sorge, wenn Fahrspuren auf Hauptverkehrsstraßen zugunsten von Radverkehrsstreifen entfallen. Eine erfolgreiche Radverkehrspolitik sei nur möglich, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer einbezogen fühlten – egal ob sie mit dem Rad, dem Auto, dem Lieferwagen, dem 40-Tonner oder zu Fuß unterwegs seien, sagte Michael Eggenschwiler, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr der Handelskammer.
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