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29.05.2022 - 09:53

 
 

Initiativen- und Leserbriefe

Streit um Radler auf der Straße

Zu unserem gleichnamigen Artikel in unserer Ausgabe vom 27./28. Mai 2016 haben wir einige Leserbriefe erhalten. Hier eine Auswahl:

Vielen Dank für die Möglichkeit, mal meine Meinung zu dem Thema auszudrücken. Ich habe kein Auto, muss alle meine täglichen Geschäfte mit Rad machen. Ich finde, Volksdorf ist einer der fahrradfeindlichsten Flecken der Stadt, vor allem was den Ortskern um die Claus-Ferck-Straße, die Verkehrsstraßen drum herum und Uppenhoff anbetrifft. Da sind die Straßen und Plätze nur für Autofahrer und Fußgänger gebaut. Es gibt keine Radfahrerwege: die Fußgänger wollen nicht, dass man als Radfahrer auf dem Fußweg fährt, die Autofahrer überholen, fahren schnell, hupen, parken raus und rein, ganz wie es ihnen in den Sinn kommt. Und zu Marktzeiten potenziert sich das ganze.

Für Freizeitradler gibt es zwar die Möglichkeit, sich schön um Volksdorf herum zu bewegen, aber wehe dem, der auf das Fahrrad als Transportmittel angewiesen ist.

Eine Möglichkeit, den Verkehr dort etwas zu entspannen, fahrradfreundlicher zu gestalten, wäre es, wenn nur noch Tempo 30 rund um den Ortskern und in der Claus-Ferck-Straße gefahren werden dürfte und dies auch gut kontrolliert werden würde. Eine zweite gute Sache wäre es, wenn die Parkplätze in der Claus-Ferck-Straße und im Uppenhoff sehr reduziert werden würden (einreihig, hintereinander) mit Verweis auf die beiden Parkhäuser und es würde helfen, wenn eine Möglichkeit geschaffen werden würde, die Weiße Rose mit dem Fahrrad fahrender Weise zu durchqueren.

Aber die werten Herrschaften, die das entscheiden, sitzen alle im Auto und sehen nur ihre Interessen und Bedürfnisse. (H. Schunk)

Mit dem Senatsziel, die Radler auf die Straße zu schicken, sind diese voll in den Straßenverkehr integriert und damit den Auto-/Motorradfahrern gleichgestellt. Als Autofahrer habe ich sehr häufig den Eindruck, dass den Radlern die StVO wenig oder gar nicht vertraut ist (falsche Straßenseite, Einbahnstraße entgegenkommend, ohne anzuhalten mit Tempo über Zebrastreifen).

Damit sich diese vorschriftsmäßig und damit sicherer bewegen können, sollte auch von den Radlern das Ablegen der theoretischen Prüfung ein MUSS sein. So, denke ich, werden die vorhandenen Probleme ein klein bisschen gemildert – oder? (Anonym)

Der Radweg in den Spitzbergenweg in Meiendorf wird nach der Kurve (des Kreisverkehrs, Anm. d. Red.) auf die Straße geleitet und endet hier ohne weiße Linie, da sich die Fahrbahn verjüngt. Rechts kommt eine Pkw Parklücke, wo oft der letzte über die Linie ragt. Hinter mir ein Bus, dem auch noch einen Bus entgegen kam, der ebenfalls an parkenden Pkw vorbei musste. Ich konnte nur noch halten - hier muss unbedingt der vorhandene Radweg wieder angegliedert werden – der Bürgersteig ist breit genug! (E. Kanieß)

Ich stelle fest, dass den Radlern die Straße vollkommen egal ist, da sie fast alle nur auf den Gehwegen (natürlich in beiden Richtungen) unterwegs sind – auch wenn es den markierten roten Radlerstreifen auf dem Gehweg gibt –, sowie auch an den Kreuzungen mit Ampel für Fußgänger.

Innerhalb von sechs Tagen bin ich fünf Mal von Radlern auf dem Gehweg Rahlstedter Weg neben den Caritas-Gebäuden sowie im Wald (Verbindungsweg zum Wiesengrund) angefahren worden! Laut Polizei der Verbindungsweg durch den Park kein ausgewiesener Radweg, und folglich müssten die Radler ihr Rad schieben!

Auch an der Ampelkreuzung Berner Heerweg/Rahlstedter Weg „eiern“ Radfahrer in beiden Richtungen zwischen den Fußgängern, obwohl für sie ein separater Radfahrstreifen markiert ist. Sogar im U-Bahnhof Farmsen wird bis an die Rolltreppe mit dem Rad gefahren, auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum würde man am liebsten bis an die Ladentür radeln. Fußgänger müssen überall beiseite springen! (Anonym)

Handelskammer zum „Bündnis für den Radverkehr“

(RB) Zum vom Senat vorgestellten „Bündnis für den Radverkehr“ äußerte sich Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg: „Bei aller Wertschätzung der Förderung des Radverkehrs als Teil des Mobilitätsmixes: Wir finden es ziemlich ungewöhnlich, dass der Senat zur Umsetzung dieser Politik ein ‚Bündnis mit der eigenen Verwaltung‘ schließt. Es wäre besser, wenn er eine Allianz mit den Institutionen und Verbänden vereinbaren würde, für deren Mitglieder die Mobilität in der Stadt überlebenswichtig ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass es in der Logistikmetropole Hamburg auch zu optimalen Lösungen für den Fahrradverkehr kommt.“

Bereits am 8. Juni hatte Schmidt-Trenz bei der Diskussionsveranstaltung „Radverkehrspolitik in Hamburg – Kommt die Mobilität unter die Räder?“ in der Handelskammer an den Senat appelliert, die derzeit geplanten Maßnahmen nochmals auf den Prüfstand zu stellen und dabei die Anforderungen der Wirtschaft zu berücksichtigen. Der Senat habe Bündnisse wie für Arbeit und Beschäftigung in der Vergangenheit immer mit den relevanten Gruppen der Gesellschaft geschlossen. Zudem sei die Mehrheit der Wirtschaft der Auffassung, Fahrradwege gehörten im Falle von Hauptstraßen auf das Hochbord und nicht auf die Fahrbahn.

„Es muss nun darum gehen, zügig verbindliche Grundsätze für die Radverkehrspolitik im Einvernehmen mit den Organisationen aller Mobilitätsteilnehmer festzulegen“, so Schmidt-Trenz. „Wir haben hier nach wie vor Gesprächsbedarf.“

Handelskammer: Wirtschaftsverkehr bei Radverkehrspolitik nicht ausreichend berücksichtigt

(RB) Am 8. Juni diskutierten etwa 100 Unternehmer und Verkehrsexperten bei der Diskussionsveranstaltung „Radverkehrspolitik in Hamburg – Kommt die Mobilität unter die Räder?“ in der Handelskammer. Ergebnis: Die Hamburger Wirtschaft sieht es mit Sorge, wenn Fahrspuren auf Hauptverkehrsstraßen zugunsten von Radverkehrsstreifen entfallen. Eine erfolgreiche Radverkehrspolitik sei nur möglich, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer einbezogen fühlten – egal ob sie mit dem Rad, dem Auto, dem Lieferwagen, dem 40-Tonner oder zu Fuß unterwegs seien, sagte Michael Eggenschwiler, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr der Handelskammer.
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